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Ibrutinib

Synonym: PCI-32765
Handelsname: Imbruvica®

1 Definition

Ibrutinib ist ein zu den "small molecules" gehörender, antineoplastischer Arzneistoff aus der Gruppe der Tyrosinkinasehemmer, der zur Therapie von Non-Hodgkin-Lymphomen eingesetzt wird. Er gehört zur Subgruppe der BTK-Inhibitoren.

2 Wirkmechanismus

Ibrutinib bindet an ein Cystein-Residuum im aktiven Zentrum der Bruton-Tyrosinkinase (BTK), die dadurch gehemmt wird. BTK ist ein Signalmolekül in den intrazellulären Übertragungswegen des B-Zell-Antigenrezeptors und des Zytokinrezeptors. Die Lymphomzellen werden dadurch an der Proliferation, Chemotaxis und Adhäsion gehindert und treten schließlich in die Apoptose ein.

3 Indikationen

Ibrutinib ist zur Zeit (2018) innerhalb der EU in folgenden Indikationen zugelassen:

Weitere mögliche Indikationen, die in klinischen Studien evaluiert werden sind:

4 Dosierung

Die Dosierung ist abhängig von der Indikation und liegt bei Erwachsenen zwischen 420 und 560 mg/Tag.

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

5 Nebenwirkungen

6 Kosten

Die Jahrestherapiekosten für eine Therapie mit Ibrutinib bei CLL betragen pro Patient rund 85.000 Euro.[1]

7 Quellen

  1. Ibrutinib - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V, Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen 2016

Diese Seite wurde zuletzt am 15. März 2019 um 18:58 Uhr bearbeitet.

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