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Carbimazol

Handlesnamen: Carbistad u.a.

1 Definition

Carbimazol ist ein Thyreostatikum und wird bei der Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen eingesetzt.

2 Indikationen

Die Hauptindikation stellt die Hyperthyreose dar. Diese kann unter anderem durch eine Autoimmunerkrankung wie den Morbus Basedow oder eine Schilddrüsenautonomie zu Stande kommen. Im Rahmen einer präoperativen Strumatherapie wird jedoch ebenfalls Carbimazol verschrieben. Auch bei der Behandlung von thyreotoxischen Krisen kommt der Wirkstoff zum Einsatz.

3 Allgemeines

Carbimazol ist ein Derivat des Thioharnstoffs und gleichzeitig ein Prodrug, da es erst im Körper in den aktiven Metaboliten Thiamazol umgewandelt wird. Der Wirkstoff wird nicht ganz 1:1 zu Thiamazol umgesetzt.

4 Wirkmechanismus

Carbimazol kann als Iodisationshemmer die Thyreoperoxidase inhibieren, so dass diese Jodid nicht mehr zu Jod oxidieren kann, welches jedoch für den Aufbau der Schilddrüsenhormone T3 und T4 essenziell ist. Eine weitere spezifische Funktion des Carbimazols ist die Inhibierung des Enzyms Dehalogenase, das die Rückresorption von nicht frei gesetztem Jod in die Schilddrüse katalysiert. Auf diese Weise wird eine Jodavidität erreicht, so dass eine Radioiodtherapie durch Carbimazol substituiert werden kann.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

6 Kontraindikationen

Fachgebiete: Arzneimittel

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