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Besnoitia besnoiti

1 Definition

Besnoitia besnoiti ist ein Vertreter der Gattung Besnoitia und Erreger der Besnoitiose des Rindes.

2 Taxonomie

3 Erreger

Die Tachyzoiten sind 5 bis 9 x 2 bis 5 µm, die Bradyzoiten ca. 8 x 2 µm groß. Die Bradyzoiten liegen in ungekammerten, dickwandigen Zysten, die bis zu 600 µm durchmessen können.

4 Vorkommen

Besnoitia besnoiti parasitiert vorwiegend in Afrika, Südwest-Asien (bis China) und Südeuropa (Portugal bis Türkei). Im westlichen Europa war die Besnoitiose anfangs nur auf Portugal beschränkt, breitete sich jedoch ab 1990 auch auf Spanien und etwas später auch auf Frankreich aus, wo in den letzten Jahren eine Ausweitung der Infektion zu beobachten ist.

5 Epidemiologie

Der Endwirt von Besnoitia besnoiti ist bislang (2019) nicht bekannt. Die Übertragung der Erreger erfolgt vermutlich durch blutsaugende Insekten, v.a. durch Tabanidae (Bremsen). Die iatrogene Übertragung durch kontaminierte Injektionsnadeln stellt ebenso eine Infektionsquelle dar.

6 Entwicklung

Nach der Infektion mit den Erregern kommt es zur Parasitämie sowie zur Vermehrung von Tachyzoiten in Endothelzellen der Blutgefäße. Im späteren Verlauf bilden sich Zysten in der Kutis, Subkutis, in den Schleimhäuten von Respirations- und Genitaltrakt und in den Blutgefäßwänden.

7 Erkrankung

Die Parasitose führt in der akuten Phase zu unspezifischen Symptomen wie etwa Fieber, Inappetenz, Photophobie, Tachypnoe, subkutanen Ödemen und bei Bullen auch zu einer Orchitis.

Das chronische Stadium ist durch das massenhafte Auftreten von Zysten (v.a. in der Subkutis) gekennzeichnet. Oftmals kommen irreversible Sklerodermie (Elefantenhaut), Hyperkeratose, Alopezie und bei Bullen durch permanente Schädigung der Hoden auch noch Sterilität hinzu.

Die Morbidität ist hoch und die Mortalität wird mit 10 % angegeben.

8 Diagnose

Die Besnoitiose kann mittels serologischen Antikörpernachweis (ELISA) und PCR sowie den dazu passenden klinischen Symptomen bestätigt werden.

9 Bekämpfung

Einer Ausbreitung der Parasitose kann durch geregelten Tierhandel, Vermeidung iatrogener Infektionen und der Bekämpfung von Tabaniden sowie anderen hämatophagen Insekten entgegen gewirkt werden.

Eine Impfung mit Lebendvakzinen ist in Israel und Südafrika zugelassen. Wirksame Antiparasitika sind nicht bekannt.

10 Literatur

  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.

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