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ATTR-Amyloidose

Synonym: Transthyretin-Amyloidose

1 Definition

Die ATTR-Amyloidose, kurz ATTR, ist eine Form der Amyloidose, bei der es zur Ablagerung von abnormen Transthyretin-Varianten in mehreren Organen kommt.

2 Formen

Die ATTR-Amyloidose kommt in zwei Formen vor:

2.1 Hereditäre ATTR-Amyloidose

Bei der hereditären ATTR-Amyloidose handelt es sich um eine seltene, autosomal-dominant vererbte Erkrankung, bei der durch verschiedene Mutationen im TTR-Gen abnorme Transthyretin-Varianten gebildet werden. Es sind mehr als 150 verschiedene amyloidogene Mutationen bekannt, die sich unterschiedllich manifestieren. Die häufigste Mutation ist die Val30Met-Mutation (V30M-Mutation).

2.2 Erworbene ATTR-Amyloidose

Die erworbene ATTR-Amyloidose, auch Wildtyp-ATTR (ATTRwt) genannt, ist eine langsam fortschreitende Erkrankung, die vor allem Männer nach dem 65. Lebensjahr befällt. Der Störung liegt im Gegensatz zur ATTRm keine Mutation zugrunde. Vielmehr kommt zu einer fehlerhaften Faltung des normalen Transthyretins. Die Ursache ist derzeit (2021) unbekannt.

Die ATTRwt manifestiert sich meist in Form einer Kardiomyopathie. In Autopsien von Patienten über 80 Jahren findet man eine kardiale ATTRwt in 25 % der Fälle. Seltener kommt es zu einem Karpaltunnelsyndrom oder zu einer Neuropathie.

Diese Seite wurde zuletzt am 3. März 2021 um 16:26 Uhr bearbeitet.

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