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Trauben-Silberkerze

Synonyme: Staudiges Christophskraut, Klapperschlangenkraut, Frauenwurzel, Wanzenkraut, Wilde Schlangenwurzel, Schwindsuchtwurzel, Amerikanische Schlangenwurzel
Botanisch: Actaea racemosa, Cimicifuga racemosa

1 Definition

Bei der Trauben-Silberkerze handelt es sich um eine bis über 2 Meter hoch wachsende, weiße Staude aus der Familie der Hahnenfußgewächse, deren Inhaltsstoffe medizinisch genutzt werden.

2 Merkmale

Die Trauben-Silberkerze ist eine krautartige Staude mit glatten Stängeln. Sie erreicht in einigen Fällen eine Wuchshöhe von bis zu 2,5 Metern. Die Blüten sind weiß und im Verhältnis zur Pflanze relativ klein. Die Blätter spalten sich dreifach auf und laufen spitz zu, die Blütezeit beginnt im Juni und geht – ja nach Sommer – bis Mitte September.

3 Vorkommen

V. a. in den östlichen Teilen der USA und Kanadas. Als ungefähre geographische Westgrenze ihres Verbreitungsgebietes gelten die US-Bundesstaaten Missouri und Arkansas.

4 Medizinische Wirkung

Die Trauben-Silberkerze ist bereits seit Jahrtausenden bekannt und wurde auch von den amerikanischen Ureinwohnern benutzt. Einige der Inhaltsstoffe ähneln strukturell und funktionell dem Östrogen. Daher werden Extrakte der Pflanze v.a. gegen Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden, aber auch bei anderen Erkrankungen eingesetzt. Entscheidender Nachteil der Inhaltstoffe sind die potentiell hepatotoxischen Nebenwirkungen.

5 Wichtige Inhaltsstoffe

6 Anwendungsgebiete

Durch die östrogenartige Wirkung ihrer Inhaltstoffe liegen die Hauptanwendungsgebiete in der Therapie von Wechseljahresbeschwerden und Störungen des Menstruationszyklus. Des Weiteren verfügt die Trauben-Silberkerze über entzündungshemmende Wirkungen, weswegen sie auch zur Therapie von Eierstockentzündungen, Bronchitis und Husten eingesetzt wird. Ebenso stärken einige Inhaltsstoffe die Herzleistung. Weitere Anwendungsgebiete sind:

7 Anwendung

Bekannteste Form der Anwendung ist die Zubereitung als Tee. Als Grundlage werden hierfür die Wurzeln der Pflanze verwendet. Hierzu werden ca. 2 Teelöffel Wurzelextrakt mit kochendem Wasser übergossen und der Tee 15 Minuten ziehen gelassen. In der Regel werden 3 Tassen täglich über einen Zeitraum von rund 6 – 8 Wochen eingenommen. Danach sollte eine Pause eingelegt werden.

Eine Anwendung als Tinktur ist ebenfalls üblich. Sie wird in Form von Tropfen eingenommen. Daneben existieren eine Reihe von Präparaten in Filmtabletten- und Kapselform.

8 Wirkungsprinzip

Die Inhaltstoffe sind sehr vielseitig, sodass hier nur das wichtigste Prinzip genannt wird: Die östrogenähnliche Wirkung beruht auf der Eigenschaft einiger Inhaltsstoffe als selektive Estrogenrezeptormodulatoren. Durch Bindung an die entsprechenden Östrogenrezeptoren kommt es zu einer Beeinflussung der hormonellen Steuerung der weiblichen Geschlechtsorgane.

9 Nebenwirkungen

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