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Kapsel

von lateinisch: capsa - Behältnis
Englisch: caspule

1 Definition

Eine Kapsel ist in der Pharmazie eine feste Darreichungsform von Arzneistoffen, die in der Regel eine exakt festgelegte Dosis enthält.

2 Hintergrund

Kapseln können dem Heilungsprozess, der Linderung, der Prävention oder der Erkennung von Krankheiten dienen. Die Applikation einer Kapsel erfolgt meist:

3 Aufbau

Kapseln setzen sich aus einer Hülle, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen kann, und einer Füllung mit dem eigentlichen Wirkstoff zusammen. Sie können sehr unterschiedlich dimensioniert sein und zwischen 0,2 und 1,5 g Wirkstoff enthalten.

Meist bestehen Kaspelhüllen aus geschmacksneutralem tierischem Eiweiß (Gelatine) oder aus pflanzlicher Stärke (z.B. aus Weizenstärke). In der Hülle befindet sich der Wirkstoff, der in fester Form (Pulver, Pellets, Granulat) oder in Lösung als Flüssigkeit vorliegt.

Je nach der Art der Kapselhülle löst sie sich im Magen oder erst im Dünndarm auf, wo der Arzneistoff dann seine Wirkung entfaltet. Die Färbung der Kapselhülle, welche mit Lebensmittelfarben durchgeführt wird, hat zweierlei Funktionen:

  • Der Wirkstoff wird vor Licht geschützt
  • Die Farbe dient als Erkennungszeichen

4 Kapselformen

Hartgelatinekapseln können auch auf Bestellung in der Apotheke mit der Hand hergestellt werden. Weichgelatinekapseln, die mit Flüssigkeit gefüllt sind, werden ausschließlich maschinell, also industriell hergestellt.

5 Lagerung

Damit es zu keinen Formveränderungen kommt, sollten Kapseln nicht zu trocken und nicht zu feucht gelagert werden.

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