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Dopaminrezeptor

Englisch: dopamine receptor
Synonyme: Dopamin-Rezeptor

1 Definition

Als Dopaminrezeptor wird eine Andockstelle des Neurotransmitters Dopamin bezeichnet. Dopaminrezeptoren können präsynaptisch, postsynaptisch oder am Zellkörper vorkommen. Es gibt nicht nur einen Dopaminrezeptor, sondern eine Gruppe von spezifischen Rezeptoren für den Botenstoff Dopamin.

2 Einteilung

Dopamin-Rezeptoren können grob in D1- und D2-Rezeptoren eingeteilt werden. Es gibt jedoch auch mehrere Untergruppen (Rezeptorfamilien) von denen bislang 5 identifiziert werden konnten. Zu der D1-Rezeptorgruppe zählen D1- und D5-Rezeptoren, zur D2-Gruppe zählen D2-, D3- und D4-Rezeptoren.

3 Funktion

Alle Dopaminrezeptoren sind G-Protein gekoppelt. Der D1- und der D5-Rezeptor wirken über ein stimulierendes G-Protein aktivierend auf die Adenylatzyklase (Erhöhung von cAMP). Der D2-, D3- und D4-Rezeptor wirken über ein inhibitorisches G-Protein und führen zu einer Senkung des cAMP-Spiegels in der Zelle.

Eine Erregung der D1-Rezeptoren führt zur Vasodilatation der Koronargefäße, sowie der zerebralen, renalen und mesenterialen Gefäße.

D2-Rezeptoren spielen eine Rolle im zentralen Nervensystem. In der Pars compacta der Substantia nigra gebildetes Dopamin wirkt über D2-Rezeptoren hemmend auf das Striatum. Es hemmt hier Neurone, die wiederum andere Komponenten der Basalganglien inhibieren, was eine motorikfördernde oder -hemmende Wirkung haben kann (direkter oder indirekter Weg). Dopamin hemmt also über D2-Wirkung die Hemmung von GABA-Neuronen. Des weiteren wird die Hemmung der Prolaktin-Freisetzung über D2-Rezeptoren gesteuert.

D3- und D4-Rezeptoren finden sich im limbischen System und in kortikalen Arealen. D3-Rezeptoren sind in phylogenetisch älteren Hirnabschnitten zu finden, was vermuten lässt, dass dieser Rezeptor eine Rolle bei kognitiven und emotionalen Prozessen hat. Außerdem ist er eine Andockstelle für Medikamente gegen Schizophrenie, Medikamentenabhängigkeit und Morbus Parkinson. Der D4-Rezeptor verhält sich ähnlich wie der D2-Rezeptor. Er spielt vermutlich eine Rolle bei Schizophrenie, Parkinson, Suchtverhalten und Essstörungen.

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