Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Torsade-de-Pointes-Tachykardie

(Weitergeleitet von Torsades de pointes)

Synonyme: Spitzenumkehrtachykardie, Spindeltachykardie
Englisch: Torsade de pointes

1 Definition

Die Torsade-de-Pointes-Tachykardie zählt zu den ventrikulären Tachykardien. Im EKG sieht man sich um die isoelektrische Linie drehende Wellen (Kammerkomplexe) mit Frequenzen >150 min-1, die sich etwa alle fünf bis zehn Schläge in ihrer Amplitude ändern, was zu ihrem typischen spindelförmigen Aussehen führt.

2 Pathogenese

Die Torsade-de-Pointes-Tachykardie kann durch eine Extrasystole, die in die vulnerable Phase der Repolarisation fällt, ausgelöst werden. Solche Extrasystolen können z.B. aus frühen Nachdepolarisierungen hervorgehen. Einige Faktoren begünstigen dieses Ereignis:

Ohne einer dieser Faktoren ist die Torsade-de-Pointes-Tachykardie sehr selten. Wie sich schon aus der Liste erkennen lässt, stehen die QT-Zeit-Verlängerung sowie ein verändertes Membranpotential im Vordergrund, wodurch die Zellen verlängert und einfacher aktivierbar sind. Auf diesem Boden entstehen frühe Nachdepolarisationen, die dann eine solche Tachykardie auslösen können.

3 Klinik

Die Torsade-de-Pointes-Tachykardie tritt anfallsweise auf und terminiert sich zumeist von selbst. Schwindel, Synkopen und Übelkeit sind typische Symptome. Die Torsade-de-Pointes-Tachykardie kann allerdings auch in Kammerflimmern übergehen, welches tödlich verlaufen kann.

4 Therapie

Falls die Torsade-de-Pointes-Tachykardie nicht von selbst aufhört, sollte in der Akutphase kardiovertiert werden. Die Gabe von Magnesium (i.v. als Bolus) und Kalium bis auf hochnormale Werte spielt eine große Rolle zur Membranstabilisierung.

Die auslösenden Substanzen müssen (falls es sich nicht um ein angeborenes long-QT-Syndrom handelt) abgesetzt werden.

Bei Bradykardie ist eine Schrittmacherimplantation zu erwägen. Bei den angeborenen Formen kommen in der Langzeitprophylaxe Betablocker oder die ICD-Implantation (Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator) in Betracht.

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