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Tetanus (Wiederkäuer)

Synonym: Wundstarrkrampf
Englisch: tetanus

1 Definition

Als Tetanus bezeichnet man eine durch das Bakterium Clostridium tetani hervorgerufene Infektionskrankheit beim Wiederkäuer.

2 Erreger

Tetanus wird durch das grampositive Stäbchenbakterium Clostridium tetani ausgelöst. Als obligat anaerober Sporenbildner kommt der Erreger ubiquitär im Erdreich und im Darm gesunder Rinder vor.

3 Pathogenese

Die Aufnahme des Erregers erfolgt hauptsächlich über Wunden, jedoch werden in der Literatur auch Infektionen über den Nabel beschrieben. Nach Vermehrung des Bakteriums unter anaeroben Bedingungen kommt es zur Bildung verschiedener Toxine: Tetanospasmin, Tetanolysin sowie nicht-spasmogenes Toxin.

Die Toxine breiten sich im Organismus und verursachen im Nervensystem eine Spaltung des Proteins Synaptobrevin. Es kommt zur Hemmung der Ausschüttung von Glycin und Gamma-Aminobuttersäure (GABA), was wiederum zu einer unregulierten Sekretion von Acetylcholin führt und in Folge dessen Muskelkrämpfe verursacht.

4 Klinik

Die Inkubationszeit beträgt meist 1 bis 2 Wochen. Die Intoxikation geht mit folgenden Symptomen einher:

Das Bewusstsein bleibt erhalten. Unbehandelt kommt es schließlich zur Atemlähmung und zum Tod.

5 Differenzialdiagnosen

6 Diagnose

Die Diagnose ist in der Praxis nur klinisch zu stellen. In manchen Fällen kann ein Toxinnachweis im Wundmaterial mittels ELISA durchgeführt werden.

7 Therapie

8 Prophylaxe

Da Tetanus beim Rind eher nur vereinzelt vorkommt, ist eine generelle Impfung (wie z.B. beim Pferd) selten wirtschaftlich sinnvoll.

9 Quellen

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