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Nervus maxillaris (Veterinärmedizin)

Synonyme: N. maxillaris, V2, Oberkiefernerv
Englisch: maxillary nerve

1 Definition

Der Nervus maxillaris ist der zweite Endast des Nervus trigeminus (V) und führt somatosensible Fasern.

2 Anatomie

Der Nervus maxillaris geht aus dem Ganglion trigeminale hervor und ist deutlich stärker ausgebildet als der Nervus ophthalmicus (V1), mit dem er in seinem Angfangsabschnitt eng verbunden ist. Anschließend verlässt er durch die Fissura orbitalis (Fleischfresser, Pferd) bzw. das Foramen orbitorotundum (Wiederkäuer, Schwein) die Schädelhöhle. Er zieht ventral von der Augenhöhle (Orbita) zur Fossa pterygopalatina. In diesem Bereich teilt er sich in seine drei Endäste:

Der Nervus infraorbitalis ist eine Fortsetzung des Nervus maxillaris. Noch bevor der Nervus maxillaris die Schädelhöhle verlässt, entlässt er einen Ramus meningeus an die Dura mater. Im Bereich des Sinus cavernosus erhält er zusätzlich noch sympathische Fasern vom Plexus caroticus internus.

Maxillarisast Qualität Versorgungsgebiet
N. zygomaticus sensibel/sensorisch über Ramus communicans cum. n. lacrimali und den Ramus zygomaticotemporalis (vom N. lacrimalis): Haut der Schläfen- und Scheitelgegend sowie als Ramus cornualis: Hornzapfen des Rindes
über den Ramus zygomaticofacialis: Haut und Bindehaut im Bereich des unteren Augenlids
N. pterygopalatinus sensibel/sensorisch über N. nasalis caudalis: Gaumen- und Kieferhöhlenschleimhaut, Schleimhaut des ventralen und mitteleren Nasengangs sowie der ventralen Nasenmuschel
über N. palatinus major: Schleimhaut des harten Gaumens und des Nasenhöhlenbodens
über N. palatinus minor: Schleimhaut des Gaumensegels
parasympathisch über Verbindungsäste zum Ganglion pterygopalatinum und postganglionäre Fasern des N. facialis: Drüsen der Nasen- und Gaumenschleimhaut und Tränendrüse
N. infraorbitalis sensibel/sensorisch über Rami alveolares superiores: Alveolen der Oberkieferbackenzähne und die Kieferhöhlenschleimhaut
über Äste im Canalis alveolaris: Alveolen der Eck- und Schneidezähne des Oberkiefers
über Rami nasales externi: Haut des Nasenrückens und der Nasenseitenwand
über Rami nasales interni: Haut im Bereich des Nasenloches und Nasenvorhofs sowie der Schleimhaut des rostralen Endes der ventralen Nasenmuschel
über Rami labiales superiores: Haut der Oberlippe

3 Literatur

  • Nickel, Richard, Schummer, August, Seiferle, Eugen. Lehrbuch der Anatomie der Haustiere, Band IV: Nervensystem. Parey Verlag, 2003.

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