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Schädelhöhle (Veterinärmedizin)

Synonym: Cavum cranii
Englisch: cranial cavity

1 Definition

Als Schädelhöhle oder Cavum cranii bezeichnet man den von den Schädelknochen gebildeten Hohlraum, der das Gehirn der Haussäugetiere beherbergt.

2 Anatomie

Die Schädelhöhle beherbergt das Gehirn mitsamt seinen häutigen Hüllen (Meningen) und seinen Blutgefäßen. Entsprechend der Gliederung des Gehirns besteht sie aus zwei Abschnitten, nämlich aus:

  • einer großen Abteilung, die das Großhirn aufnimmt und
  • einer kleinen Abteilung, die das Rautenhirn beherbergt.

Die Abgrenzung zwischen beiden Räumen erfolgt dorsal bei Fleischfressern und Pferd durch das weit in das Innere vorspringende knöcherne Hirnzelt (Tentorium cerebelli osseum). Der mittlere Abschnitt des knöchernen Hirnzeltes springt als Protuberantia occipitalis interna deutlich vor. Bei Fleischfresser und Pferd besteht die seitliche Begrenzung aus einer hohen, beim Rind lediglich angedeuteten Crista partis petrosae sowie bei den kleinen Wiederkäuern und beim Schwein aus der Crista tentorica. Die Türkensattellehne (Dorsum sellae turcica) stellt die basale Grenze dar, die beim Pferd meist fehlt oder rudimentär ausgebildet ist. Alle diese Knochenleisten und -vorsprünge werden dorsal und seitlich durch eine weit in die Schädelhöhle hineinragende Falte der harten Hirnhaut, das häutige Hirnzelt (Tentorium cerebelli membranaceum), ergänzt.

Die Schädelhöhle wird von folgenden Knochen gebildet:

  • Schädeldach (Calvaria)
  • Bodenwand, bestehend aus
    • dem unpaarigen Hinterhauptbein (Os occipitale) mit seinem basalen Teil (Pars basilaris) und
    • den unpaarigen Keilbeinen (Os basisphenoidale und Os praesphenoidale).
  • Genickwand, bestehend aus
    • dem unpaarigen Hinterhauptsbein (Os occipitale) mit seiner Schuppe (Squama occipitalis) und seinen Seitenteilen (Partes laterales).
  • Seitenwände, bestehend aus
  • Dachwand, bestehend aus
  • Nasenwand, bestehend aus
    • dem unpaarigen Siebbein (Os ethmoidale).

3 Literatur

  • Nickel, Richard, Schummer, August, Seiferle, Eugen. Lehrbuch der Anatomie der Haustiere, Band I: Bewegungsapparat. Parey Verlag, 2003.
  • König, Horst Erich, Liebich, Hans-Georg. Anatomie der Haussäugetiere: Lehrbuch und Farbatlas für Studium und Praxis. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. Schattauer Verlag, 2014.

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