Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

KiDD-Syndrom

Synonym: Kopfgelenksinduzierte Dyspraxie und Dysgnosie

1 Definition

Das KiDD-Syndrom ist ein weitreichendes Krankheitsbild, in dessen Rahmen es zu schwerwiegenden kognitiven Störungen und Anomalien in der Bewegungskoordination kommt. Die Existenz dieser Erkrankung als solche ist unter Medizinern umstritten, eine offizielle Diagnose des KiDD-Syndroms nach dem ICD-10 existiert nicht. Dies liegt daran, dass eine pathophysiologische Erklärung für das komplexe Krankheitsbild bisher nicht existiert. Der Begriff Dyspraxie umschreibt eine umfassende Entwicklungsstörung, die zu starken Koordinationsproblemen und Störungen in der Bewegungsplanung führt. Dysgnosie umschreibt die Unfähigkeit, gelernte Informationen wiederzugeben.

2 Zuordnung

Schwere, nicht durch irgendwelche anderen pathologischen Gegebenheiten ausgelösten Entwicklungs-, Koordinations- und kognitiven Störungen im Säuglings- und Kleinkindesalter werden dem umstrittenen Krankheitsbild KiDD-Syndrom zugeordnet. Insbesondere im Bereich der Alternativmedizin glauben viele Vertreter dieser Gruppe an eine Existenz dieses Krankheitskomplexes. Wie erwähnt, fehlt es vollständig an irgendeinem wissenschaftlichen Beweis, der das KiDD-Syndrom in seiner Pathophysiologie erfassen könnte, geschweige denn konnte eine gemeinsame genetische oder molekularbiologische Ursache erkannt werden. Untermauert wird die sog. Diagnose des KiDD-Syndroms durch eine Reihe von Störungen der vegetativen Funktionen, durch auffallend unangepasstes soziales Verhalten, Fehlstellungen bzw. Fehlhaltungen und chronisch rezidivierenden Schmerzzuständen im Sinne einer Zervikozephalgie.

3 Symptomatik

4 Diagnose

Eine offizielle Diagnose des KiDD-Syndroms existiert nicht.

5 Therapie

Die Therapie dieses Symptomkomplexes sollte wegen der großen Vielseitigkeit der Krankheitsanzeichen multimodal und interdisziplinär erfolgen. Wichtig sind zum einen physiotherapeutische und ergotherapeutische Maßnahmen, im die zahlreichen Fehlhaltungen und Koordinationsstörungen zu minimieren. Eine pharmakologische Behandlung sollte evtl. bei Bedarf die Verabreichung von Psychopharmaka und Methylphenidat enthalten, um die einhergehenden depressiven Schübe und die Aufmerksamkeits- und Lernstörungen zu verbessern. Von der Gabe von Schmerzmitteln sollte weitestgehend abgesehen werden. Eine psychologische Therapie durch einen Kinderpsychologen sollte auf jeden Fall integriert werden.

Der folgende Link verweist auf Ärzte, die in diesem Bereich spezialisiert sind: http://www.kiss-kid.de/seiten/listen/liste_aerzte_de.html Erfahrungsgemäß ist die Behandlung nach Gutman/ HIO am effektivsten. Im Anschluss daran ist eine ergotherapeutische Behandlung notwendig, um bestehende motorische Defizite zu beheben, sowie potentiell persistierende frühkindliche Reflexe zu integrieren. M. Arnold (B. Sc. Psych., cand. M. Sc. Psych.; staatl. exam. Ergotherapeutin)
#1 am 23.08.2012 von Mandy Arnold (Studentin)

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

3 Wertungen (4.33 ø)

13.216 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: