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Feinmotorik

Englisch: fine motor skill, dexterity

1 Definition

Als Feinmotorik bezeichnet man genau dosierte und kontrollierte Bewegungsabläufe mit geringer Bewegungsamplitude. Der Begriff bezieht sich daher vor allem auf die Motorik kleinerer Muskeln, wie die der Hand-, Finger- oder Gesichtsmuskulatur.

Von der Feinmotorik abgegrenzt wird die Grobmotorik.

2 Beispiele

Beispiele für Feinmotorik sind das Aufnehmen von Gegenständen zwischen Daumen und Zeigefinger (Pinzettengriff) oder das Schreiben.

3 Entwicklung

Die Feinmotorik entwickelt sich im Laufe der Kindheit. Die Ausbildung der Feinmotorik beginnt in der Regel zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr und reift zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr voll aus. Bei Mädchen ist die Feinmotorik meist früher entwickelt als bei Jungen.

4 Klinik

Die Feinmotorik ist abhängig von einer störungsfreien Funktion des peripheren und zentralen Nervensystems. Neurologische Systemerkrankungen (z.B. Morbus Parkinson), genetische Defekte (u.a. Chorea Huntington), degenerative Prozesse, Schlaganfälle oder Traumata des Nervensystems können die feinmotorischen Fähigkeiten stark einschränken. Das gleiche gilt für Drogen (Alkohol, Cannabis) und bestimmte Medikamente.

Die Prüfung der Feinmotorik kann grob orientierend durch einfache Bewegungsprüfungen (z.B. Fingertippen, Finger-Nase-Versuch) im Rahmen der neurologischen Untersuchung oder detailliert durch systematische Testverfahren erfolgen. Die Überprüfung der Motorik bei Kindern ist Gegenstand der Motodiagnostik.

Tags:

Fachgebiete: Neurologie, Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Dezember 2020 um 00:15 Uhr bearbeitet.

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