Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Blutungsanämie

Englisch: acute blood loss anemia

1 Definition

Eine Blutungsanämie ist eine verminderte Anzahl an Erythrozyten und verminderte Hämoglobinkonzentration im Blut, die durch einen akuten Blutverlust verursacht wird.

ICD-10-Code: D62

2 Hintergrund

Verliert der Körper mehr als etwa 500 ml Blut in kurzer Zeit, hat dies einen erkennbaren Abfall in der Erythrozytenzahl und Hämoglobinkonzentration zur Folge. Der Volumenmangel wird durch Flüssigkeitsverschiebungen und eventuelle Flüssigkeitszufuhr durch Trinken oder Infusionen meistens innerhalb weniger Stunden wieder ausgeglichen. Je nach Dynamik des Geschehens ist die Anämie während und unmittelbar nach dem Blutungsereignis nicht als Hb-Abfall erkennbar, solange kein Volumenersatz stattgefunden hat.

Durch den Verdünnungseffekt entwickelt sich so eine normochrome Anämie. Die Neubildung der Blutzellen bzw. Aufnahme von Eisen dauert jedoch einiges länger als der Volumenausgleich. Die Retikulozytenzahl steigt nach 2-3 Tagen und erreicht nach 6-10 Tagen ihr Maximum. Bis der Blutverlust durch neugebildete Blutzellen ausgeglichen ist, bleibt sie erhöht, vorausgesetzt es liegt kein Eisenmangel vor.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

16 Wertungen (2.5 ø)

44.813 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: