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Hämodilution

Synonyme: Blutverdünnung
Englisch: h(a)emodilution

1 Definition

Als Hämodilution bezeichnet man die therapeutische Verminderung des Erythrozytenvolumens (Hämatokrit) im Verhältnis zum Plasmavolumen. Die Hämodilution dient zur Verbesserung der rheologischen Eigenschaften des Blutes.

2 Einteilung

Man unterscheidet drei Formen der Hämodilution:

  • hypervolämisch (Vergrößerung des Plasmavolumens)
  • isovolämisch (Verminderung des Blutvolumens)
  • normovolämisch (Kombination von 1 und 2)

3 Durchführung

Die hypervolämische Hämodilution wird mit hyperosmolaren Infusionslösungen (Plasmaersatzmitteln) wie Dextran 40 oder Hydroxyäthylstärke (HAES) durchgeführt. Die einfachste Form der isovolämischen Hämodilution ist der Aderlass.

4 Anwendungsgebiete

4.1 Neurologie

In der Neurologie wird die Hämodilution vor allem zur Behandlung des ischämischen Insults eingesetzt.

4.2 HNO-Heilkunde

In der HNO-Heilkunde dient die Hämodilution u.a. zur Therapie von Hörsturz, akutem Tinnitus, Schwindel, Morbus Menière oder Fazialisparese. Die Hämodilution wird hier häufig mit anderen Maßnahmen zu einem Behandlungsschema kombiniert, z.B. mit ionotroper Therapie oder antiödematöser Therapie.

Teilweise tragen diese Behandlungsschemata auch die Namen der Beschreiber, z.B.:

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Fachgebiete: Angiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 23. Mai 2013 um 22:20 Uhr bearbeitet.

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