Ösophagusstriktur (Pferd)
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Definition
Hierbei handelt es sich um ringförmige Einengungen des Ösophaguslumens.
Ätiologie
Strikturen des Ösophagus beim Pferd sind nur in seltenen Fällen angeboren, sondern meist auf zirkuläre Schleimhautverletzungen aufgrund von Schlundverstopfungen oder in seltenen Fällen auf die orale Aufnahme von ätzenden Substanzen zurückzuführen. Ein festsitzendes Obstipat kann zu lokalen Drucknekrosen und Schleimhautulzerationen führen. Des Weiteren können andere traumatische Insulte wie eine Trittverletzung oder auch eine iatrogene Verletzung während der Anwendung der Nasenschlundsonde zur Ausbildung dieser Erkrankung nach Verletzung der Ösophagusschleimhaut führen. Grundsätzlich können verschiedene histologische und anatomische Schichten in die Ausbildung der Striktur einbezogen sein.
Symptome
Die betroffenen Pferde zeigen vermehrtes fütterungsassoziiertes Husten und rezidivierende Schlundverstopfungen bei der Aufnahme von strukturreichem Futter. Sehr wässrig angebotenes Weichfutter kann den Ösophagus meist besser passieren. Bei angeborenen Strikturen zeigen bereits Fohlen entsprechende Symptome. Zudem kann es zu Gewichtsverlust kommen.
Diagnostik
Die verlässlichsten Aussagen über die Art und die Ausdehnung der Striktur können mittels Endoskopie, Röntgenuntersuchung oder auch Sonografie getroffen werden.
Therapie
Konservativ kann mittels speziellen Balonkathetern eine Dehnung des betroffenen Ösophagusabschnitts vor allem bei Fohlen und Ponys versucht werden. Eine begleitende antiphlogistische Therapie und entsprechende Anpassung des Fütterungsmanagements sind unerlässlich. Teilweise wurde auch eine erfolgreiche Therapie durch die lokale Injektion von Kortikosteroiden bei Fohlen beschrieben. Chirurgisch können je nach Art und Lokalisation der Striktur verschiedene Methoden eingesetzt werden (u.a. Ösophagomyotomie oder auch Ösophagusresektion und -anastomose).
Prognose
Die Prognose ist generell als vorsichtig zu bewerten, wobei die chirurgisch versorgten Patienten nach Studienlage eine eher bessere Prognose als die konservativ therapierten Pferde haben.
Quellen
- Baumgärtner, W. & Gruber, A. D. (Hrsg.) (2020). Spezielle Pathologie für die Tiermedizin. 2. Aufl., Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
- Brehm, W., Gehlen, H., Ohnesorge, B. und Wehrend, A. (Hrsg.) (2016) Handbuch Pferdepraxis. 4. Aufl. Stuttgart: Enke Verlag.
- Reed, S. M., Bayly, W. M. und Sellon, D. C. (2017) Equine Internal Medicine. 4th revised ed. Philadelphia: Saunders (Elsevier).