Vom 23. bis 31. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Summer Break

Liebe Autoren,

es ist wahr: Wir sind an den Strand gefahren und machen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 23. bis 31. Juli 2016 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 01. August kann wieder mit voller Kraft geschrieben werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn Ihr wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Vitamin-D-Mangel

1 Definition

Ein Vitamin-D-Mangel liegt vor, wenn der physiologische Bedarf an Vitamin D nicht gedeckt ist.

2 Referenzbereich

Die normale 25(OH)Vitamin-D3-Konzentration im Blut liegt beim Erwachsenen in den Sommermonaten zwischen 20 und 60 ng/ml. Werte unter 10 ng/ml deuten auf eine signifikante Unterversorgung mit erhöhter Gefahr einer Rachitis beim Kind bzw. einer Osteomalazie beim Erwachsenen.

Laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte die Vitamin-D-Konzentration im Serum mindestens 20 ng/ml bzw. 50 nmol/l betragen. Es handelt sich nicht um "Normwerte", sondern um Zielwerte. Die Werte in der Normalbevölkerung liegen teilweise deutlich niedriger.

3 Ursachen

  • Verminderte Produktion: Vitamin D wird bei Sonnenexposition unter dem Einfluss von UV-Strahlung in der Haut gebildet. Mangelnde Sonnenexposition kann deshalb zu einem Vitamin-D-Mangel führen. Dies kommt vermehrt vor
    • in den Wintermonaten
    • bei Menschen mit dunkler Hautfarbe (höhere Filterwirkung)
    • bei Menschen, die stark bedeckende Kleidung tragen
    • bei Menschen, die sich wenig oder nicht im Freien aufhalten (z. B. Bettlägerige)
  • Mangelnde Aufnahme von Vitamin D mit der Nahrung
  • Malabsorptionsstörungen (z.B. Sprue, Zöliakie)

4 Pathophysiologie

Ein Vitamin-D-Mangel führt zu einer Störung des Knochenstoffwechsels, der Osteomalazie. Die Knochenmatrix (Osteoid) wird unzureichend mineralisiert, der entstehende Knochen ist mechanisch nicht voll belastungsfähig.

Bei Vitamin-D- Mangel wird weniger Kalzium aus der Nahrung aufgenommen. Der Körper mobilisiert Kalzium aus den Knochen, um das Serumkalzium zu stabilisieren. Dadurch entsteht ein sekundärer Hyperparathyreoidismus. Die Parathormon-Konzentration im Serum ist erhöht.

Inzwischen mehren sich wissenschaftliche Daten, dass Vitamin-D-Mangel ein unabhängiger Risikofaktor für verschiedenste Krankheiten ist, unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Malignome und Immundefekte. Vitamin D wird mehr und mehr als "Universalhormon" betrachtet. Beispielsweise wurde 2014 entdeckt, dass bei Patienten, die wegen eines B-Zell-Lymphoms behandelt wurden, eine Subgruppe mit höheren Vitamin D-Spiegeln einen signifikant besseren Krankheitsverlauf hatte[1].

5 Symptome

6 Therapie

7 Quellen

  1. Bittenbring JT et al: Vitamin D Deficiency Impairs Rituximab-Mediated Cellular Cytotoxicity and Outcome of Patients With Diffuse Large B-Cell Lymphoma Treated With but Not Without Rituximab. J Clin Onkol 2014;(32):3242-48

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