Vom 10.10 bis 22.10.2017 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
Bearbeiten

Vom 10.10 bis 22.10.2017 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Mediziner,
wir gönnen uns eine herbstliche Verschnaufpause. Deshalb sind vom 10. bis 22. Oktober keine Bearbeitungen möglich.
Arbeitet doch schon mal an der Halloween-Deko oder lasst einen Drachen steigen. Wir freuen uns, wenn ihr gut erholt zurückkommt!

UV-Strahlung

von lateinisch: ultra - jenseits
Synonyme: Ultraviolettstrahlung, UV-Licht, Ultraviolettes Licht
Umgangssprachlich: Schwarzlicht
Englisch: UV radiation, ultraviolet light, UV-light

1 Definition

UV-Strahlung ist eine Form elektromagnetischen Strahlung. Ihr Wellenspektrum befindet sich außerhalb des für den Menschen sichtbaren Bereich des Lichts und weist Wellenlängen zwischen 1 und 380 nm auf.

2 Einteilung

Eine klare Einteilung der UV-Strahlung, die auch im täglichen Leben Anwendung findet, findet sich in der DIN Norm 5031.

Einteilung des UV-Lichts nach DIN 5031
Bezeichnung Wellenlänge
UV-A 380 nm - 315 nm
UV-B 315 nm - 280 nm
UV-C 280 nm - 100 nm

UV-C-Strahlung kann weiter in "Fernes UV" (UV-C-FUV) mit einer Wellenlänge von 280 - 200 nm und "Vakuum-UV" (UV-C-VUV) mit einer Wellenlänge von 200 - 100 nm unterteilt werden. Der in dieser Einteilung nicht erfasste Wellenbereich von 100 nm bis 1 nm wird als extremes UV-Licht (EUV, XUV) bezeichnet.

3 Quellen

UV-Licht kann sowohl natürlichen als auch künstlichen Ursprungs sein.

Quellen des UV-Lichts
natürlich Sonne, Pulsare, Fixsterne, Polarlicht, Gewitterblitze, Elmfeuer
künstlich Quecksilberdampflampen, UV-Laser, Schweißen

4 Wirkung auf Gewebe

Im physiologischen Bereich ist die Energie der UV-Strahlung (besonders UV-B) wichtig, um in der Haut Cholecalciferol aus Cholesterin zu bilden und so Mangelerscheinungen wie der Rachitis vorzubeugen.

In zu hohen Dosen hat die UV-Strahlung, die zu den ionisierenden Strahlungsformen gehört, auch sehr schädliche Wirkung. Sie ist in der Lage:

  • Atombindungen von biologischen Molekülen zu zerstören und Strangbrüche in der DNA zu verursachen, was das Risiko von Hauttumoren erhöht
  • Proteine zu denaturieren und Kollagenfasern der Haut zu zerstören, was die Hautalterung beschleunigt.
  • In höheren Dosen kann die Strahlung auch leichte Verbrennungserscheinungen als Sonnenbrand erzeugen.

Der UV-A-Anteil des ultravioletten Lichts führt vorwiegend zu indirekten DNA-Schäden und fördert die Entstehung von Melanomen. Das kurzwelligere UV-B-Licht führt hingegen eher zu direkten DNA-Schäden und regt die Melaninproduktion an.

siehe auch: Tanorexie

Um diesen Artikel zu kommentieren, .

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

28 Wertungen (3.96 ø)
Teilen

38.675 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
DocCheck folgen: