Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Hyperthyreose

(Weitergeleitet von Schilddrüsenüberfunktion)

Synonyme: Schilddrüsenüberfunktion, Hyperthyreoidismus
Englisch: hyperthyroidism

1 Definition

Die Hyperthyreose bezeichnet eine Überfunktion der Schilddrüse. Die durch eine Hyperthyreose bedingte Stoffwechselentgleisung nennt man Thyreotoxikose.

Das Gegenteil der Hyperthyreose ist die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).

2 Einteilung

2.1 ...nach Ort der Störung

Man unterscheidet:

  • primäre Hyperthyreosen: echte Schilddrüsenüberfunktion durch inadäquate Sekretion von Schilddrüsenhormonen bei Störungen der Schilddrüse selbst, z.B. bei Autonomien und Morbus Basedow
    • manifest: Erhöhung der peripheren Schilddrüsenhormone und gleichzeitige TSH-Erniedrigung
    • latent: isolierte TSH-Erniedrigung
  • sekundäre Hyperthyreosen: überschießende Anregung durch eine erhöhte TSH-Aktivität, z.B. bei hormonbildenden Tumoren der Hypophyse)

2.2 ...nach Symptomatik

Unabhängig davon ist die Unterscheidung in subklinische (asymptomatische) und klinische (mit Symptomen behaftete) Hyperthyreosen.

2.3 ...nach Ätiologie

3 Ätiologie

Die häufigsten Ursachen einer Hyperthyreose sind eine Schilddrüsenautonomie und ein Morbus Basedow. Seltener können u.a. auch eine Thyreoiditis oder ein Schilddrüsenkarzinom sowie -hormonresistenz sein.

4 Symptome

Klinische Zeichen einer Hyperthyreose sind u.a.:

Die Symptomatik einer Hyperthyreose kann nach klinischen Gesichtspunkten mithilfe des Burch-Wartofsky-Scores bewertet werden.

5 Diagnostik

Neben Anamnese (Medikamente, Kontrastmitteluntersuchungen) und körperlicher Untersuchung ist eine Laboruntersuchung zur Diagnostik der Hyperthyreose unerlässlich. Additiv kommen zur weiteren Abklärung auch Sonographie und Isotopenuntersuchungen (Szintigraphie) zum Einsatz.

5.1 Laboruntersuchung

5.2 Dopplersonographie

5.3 Szintigraphie

Bei latenter Hyperthyreose sind die Serumkonzentrationen der Schilddrüsenhormone noch im Normbereich und es zeigt sich im Labor lediglich eine Erniedrigung des TSH. Von einer manifesten Hyperthyreose spricht man, wenn im weiteren Verlauf auch eine Erhöhung der Schilddrüsenhormone nachweisbar ist. Das fT3 ist dann fast immer erhöht, fT4 in rund 90 % der Fälle.

6 Quellen

  • Arasteh, Baenkler et al.: Innere Medizin. 2. Auflage, 2009. Thieme Verlag
  • Comberg H, Klimm H et al.: Allgemeinmedizin. 4., überarbeitete und erweiterte Auflage. Thieme Verlag. doi:10.1055/b-002-35719
  • Schott, M: Hyperthyreose. Der Internist, 2013 54: 315. Springer. doi.org/10.1007/s00108-012-3196-1
  • Geisler L: Innere Medizin. 19. Auflage, 2006. Kohlhammer Verlag

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

74 Wertungen (3.01 ø)

368.732 Aufrufe

Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
Sprache:
DocCheck folgen: