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Summer Break: vom 24.07. bis 12.08.2015 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Summer Break

Liebe Autoren,

es ist leider wahr: Wir sind einfach an den Strand gefahren, ohne euch Bescheid zu sagen. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 24.07. bis 12.08.2015 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 13. August kann wieder herzhaft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr bald wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Radiojodtherapie

Englisch: radioiodine therapy

1 Definition

Als Radiojodtherapie bezeichnet man eine Therapiemethode in der Nuklearmedizin, bei der mit Hilfe von radioaktiven Isotopen (131-Jod) maligne und benigne Schilddrüsenerkrankungen behandelt werden können.

2 Indikation

Eine Radiojodtherapie kann indiziert sein bei:

3 Prinzip

Die Schilddrüse ist ein Organ, das Jod aufnimmt und speichert. Daher kann durch radioaktives Jod gezielt die Schilddrüse bestrahlt werden. Dazu erfolgt eine systemische Gabe von 131-I (Natrium-Iodid). Dieses wird von Schilddrüsenzellen aufgenommen und bewirkt bei diesen eine Funktionseinschränkung, einen Verlust der Regenerationsfähigkeit und schließlich den Zelltod.

4 Hintergrund

Die Radiojodtherapie besteht zu 90% aus Beta- und zu 10% aus Gamma-Strahlung. Therapeutisch wirksam ist die Beta-Strahlung. Die Reichweite der Beta-Strahlung ist im Gewebe gering (ca. 0,5mm), so dass Nachbarorgane nur gering strahlenexponiert sind.

Die Therapie wird seit den 1950ern durchgeführt. Seitdem wurden große Erfolge an einem breiten Patientenkollektiv beobachtet. Es wurde keine signifikante Zunahme von Schilddrüsen- und anderen Tumoren nach der Therapie (Zweitmalignome) festgestellt.

Die Strahlenbelastung entspricht etwa der einer Röntgenuntersuchung. Da die Patienten jedoch in Urin, Stuhl, Speichel, Schweiß und Atemluft radioaktive Partikel ausscheiden, muss die Therapie stationär erfolgen (Strahlenschutz).

5 Weblinks

"Die Strahlenbelastung entspricht etwa der einer Röntgenuntersuchung" Welche Röntgenuntersuchung ist da gemeint? Mir fällt keine mit einer so hohen effektiven Dosis ein... --- Bei Dosisberechnungen kommt schon mal so etwas heraus: "Insgesamt wurde eine Restkörperdosis von 421,7 mGy (Standardabweichung 257) gemessen" Quelle: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2010/7887/pdf/RoehlTatjana2010_11_22.pdf
#1 am 14.10.2012 von Achim Rössler (Arzt)

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