Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Geschmackssinn

Synonyme: Geschmackswahrnehmung, gustatorische Wahrnehmung
Englisch: taste, gustation, taste perception

1 Definition

Der Geschmackssinn oder die gustatorische Wahrnehmung ist der Wahrnehmungskanal des Menschen, der den Geschmack vermittelt.

2 Anatomie

Der Geschmackssinn hat einen Sitz im Geschmacksorgan, das aus der Gesamtheit der Geschmacksknospen besteht. Die Geschmacksknospen findet man in der Mundschleimhaut, vor allem in der spezialisierten Mundschleimhaut der Zunge, wo sie in den Geschmackspapillen (Papillae gustatoriae) lokalisiert sind. Zu ihnen zählen:

Die Geschmacksinformationen werden beim Menschen über die drei Hirnnerven Nervus facialis (Nervus VII), Nervus glossopharyngeus (Nervus IX) und Nervus vagus (Nervus X) ins Gehirn geleitet.

3 Physiologie

Der Geschmackssinn setzt sich nach traditionellem Verständnis aus vier, nach aktueller Aufassung aus fünf Geschmacksqualitäten zusammen:

Weitere Geschmacksqualitäten werden diskutiert. Unter anderem gibt es Hinweise darauf, dass die Zunge auch in der Lage ist, über spezielle Rezeptoren für Fettsäuren den Fettgeschmack zu registrieren. Diese Geschmacksqualität wird auch als Oleogustus bezeichnet.[1]

Entgegen der lange vertretenen Lehrmeinung haben die verschiedenen Geschmacksqualitäten keine feste Topologie auf der Zungenschleimhaut, sondern bilden lediglich Schwerpunktzonen. Die Geschmacksqualität "süß" wird z.B. gehäuft im vorderen 1/3 der Zunge wahrgenommen, "bitter" eher im letzten 1/3.

4 Biochemie

Die eigentliche Wahrnehmung findet an spezialisierten Geschmacksrezeptoren auf der Zelloberfläche der Sinneszellen statt. Dabei kann es sich um G-Protein-gekoppelte Rezeptoren oder Ionenkanäle handeln.

Die Übertragung der Informationen von den Sinneszellen auf die afferenten Nerven ist noch nicht vollständig geklärt. Geschmackssinneszellen können eine Reihe von Neurotransmittern und Neuropeptiden produzieren, die eine Erregung der afferenten Nervenfasern auslösen könnten.

5 Klinik

Den teilweisen Ausfall des Geschmackssinns bezeichnet man als Hypogeusie, den vollständigen als Ageusie.

6 Quellen

  1. Chem. Senses (2018) doi: 10.1093/chemse/bjv036 First published online: July 3, 2015

Fachgebiete: Physiologie

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