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Plattenepithel

Synonyme: Pflasterepithel, Epithelium planocellulare
Englisch: squamous epithelium

1 Definition

Als Plattenepithel bezeichnet man das an vielen äußeren und inneren Oberflächen vorkommende Epithel, dessen oberste Zellschicht aus flachen, miteinander verbundenen und damit besonders stabil bedeckenden Zellen besteht.

2 Histologie

Plattenepithelien können in verschiedenen Formen vorkommen. Gemeinsam ist ihnen nur die oberste, platte Zellschicht aus unregelmäßig geformten, mosaikartig verzahnten Zellen, die durch Tight junctions und andere Proteine stabil verankert sein kann.

Plattenepithelien können aus einer oder mehreren Zellschichten bestehen, deshalb unterschiedet man:

Durch Absterben von hornbildenden Zellen (Keratinozyten) und anschließende Ablagerung der Zellkörper kann sich auf der Öberfläche eines Plattenepithels eine Hornschicht bilden. Die Verhornung (Keratinisierung) ist eine weitere Eigenschaft, die man zur Differenzierung von Plattenepithelien heranziehen kann. Man unterscheidet:

3 Anatomie

Plattenepithelien kommen in verschiedenen Organen vor:

4 Pathologie

Verschiedene humane Tumoren gehen vom Plattenepithel aus. Zu diesen Plattenepithelkarzinomen gehören das Ösophaguskarzinom, das Vaginalkarzinom, das Pleuramesotheliom oder das Analrandkarzinom.

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Fachgebiete: Histologie

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