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Keratinozyt

Synonym: Stachelzelle
Englisch: keratinocyte

1 Definition

Keratinozyten sind spezialisierte Zellen der menschlichen Epidermis, welche die Hornsubstanz Keratin produzieren. Keratin wirkt wasserabweisend und verleiht der Haut Schutz und Stabilität. Es ist auch die Bausubstanz der Hautanhangsgebilde (Haare, Nägel).

2 Histologie

Keratinozyten sind mit einem Anteil von über 90% der häufigste Zelltyp der menschlichen Epidermis. Es handelt sich um multipotente Zellen, die im Laufe Ihres Lebens verschiedene Reifungs- bzw. Differenzierungsgrade durchlaufen. Diesen Reifungsvorgang bezeichnet man auch als Keratinisierung.

Keratinozyten werden in der Basalzellschicht gebildet und im Laufe von ca. 4 Wochen als tote Hornschicht abgeschuppt. Die Transitzeit eines in der Basalzellschicht neu gebildeteten Keratinozyten durch das Stratum spinosum beträgt etwa 14 Tage. Im Anfangsstadium zeigen die Zellen eine kompakte, abgeflachte Morphologie mit nur wenigen kurzen, unregelmäßig geformten Zellfortsätzen. Mit steigender Zelldichte bildet sich ein gleichmäßiges, hexagonales Muster. Dabei steht jede Zelle mit sechs Nachbarzellen in sehr engen Kontakt.

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Fachgebiete: Dermatologie, Histologie

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