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Keratin

Synonym: Hornsubstanz
Englisch: keratin

1 Definition

Als Keratine bezeichnet man eine Gruppe von faserbildenden Strukturproteinen, die zur Bildung von Intermediärfilamenten benötigt werden und der Zelle Stabilität und Form verleihen.

2 Vorkommen

Keratin kommt beim Menschen vor...

Bei Tieren ist es u.a. Bestandteil für Federn, Schuppen, Klauen und Hörner.

3 Aufbau

Keratine haben ein Molekulargewicht (MG) zwischen 40.000 und 68.000 Dalton und enthalten viel Cystein (Aminosäure), welches mit Cystein-Resten in anderen Aminosäurenketten so genannte Disulfid-Bindungen eingeht. Diese Disulfid-Bindungen sind der Grund für die Festigkeit des Keratins. Wenn Keratin verbrennt, geben sie ihm seinen charakteristischen unangenehmen Schwefelgeruch.

Man unterscheidet verschiedene Typen von Keratin. Die Gruppen CK1 bis CK20 sind Intermediärfilamente (Bestandteile des Zytoskeletts, vgl. Mikrotubuli, Mikrofilamente), die in zwei Untergruppen bzw. Subfamilien eingeteilt werden:

  • saure Typ-A Subfamilie: CK9–CK20
  • neutral-basische Typ-B Subfamilie: CK1–CK8

Keratine, die an der Stabilisation der Zellwand beteiligt sind, weisen folgenden Aufbau auf (von kleinster zu größter Baueinheit):

4 Klinik

Keratin ist im Rahmen der Tumordiagnostik von Bedeutung. Wird in einer Tumorzelle Keratin nachgewiesen, so weiß man, dass der Tumor epithelialen Ursprungs ist. Durch den immunologischen Nachweis der verschiedenen Subytpen CK1-CK20, kann man die Herkunft des Tumors weiter eingrenzen.

Fachgebiete: Biochemie

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