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Hodentumor

Synonym: Hodengeschwulst
Englisch: testicular tumor

1 Definition

Hodentumore sind gutartige oder bösartige Geschwülste der männlichen Keimdrüsen (Hoden).

2 Epidemiologie

Hodentumoren sind die häufigste Neoplasie bei jungen Männern. Seminome und Teratokarzinome haben dabei den frühesten Altersgipfel.

3 Ätiologie

Für die Entstehung eines Hodentumors sind wahrscheinlich vorwiegend kongenitale Entwicklungsstörungen verantwortlich. Bei Maldescensus testis besteht ein 15 – 45fach erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Hodentumoren, deshalb muß jeder Maldescensus testis bis zum Ende des 2. Lebensjahres definitiv therapiert werden.

weiter Risikofaktoren:

4 Pathologie

4.1 Histologie

Über 90% der Hodentumoren sind Keimzelltumore. Zu den Keimzelltumoren zählen:

Zur Gruppe der Nichtkeimzelltumore zählen:

4.2 Metastasierung der Hodentumoren

Bei malignen Hodentumoren kommt es primär zu einer lymphogenen Metastasierung, zunächst in die retroperitonealen Lymphknoten in Höhe des Nierenhilus. Danach kommt es zum Auftreten von Lymphknotenmetastasen im Mediastinum und linken Venenwinkel. Eine inguinale Metastasierung ist ungewöhnlich und tritt nur bei skrotalen Voroperationen auf. Fernmetastasen finden sich vorwiegend in Lunge, Leber, Knochen und Gehirn. Als einzigen primär hämatogen metastasierenden Hodentumor findet man das Chorionkarzinom.

5 Klinik

Fachgebiete: Onkologie, Urologie

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