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Summer Break: Keine Edits vom 16. bis 31. August.Geht mal raus zum Baden!
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Geht mal raus zum Baden!
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Summer Break

Liebe Autoren,
Wir sind an den Strand gefahren. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 16. bis 31. August 2014 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 1. September kann wieder mit voller Kraft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Teratom

von griechisch: τέρας ("téras") - Ungeheuer
Englisch: teratoma

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

Als Teratom bezeichnet man einen Tumor, der sich aus pluripotenten Stammzellen (Keimzellen) entwickelt und somit Komponenten aller drei Keimblätter enthalten kann.

2 Lokalisation

Typischerweise kommen Teratome in den Gonaden vor, können jedoch prinzipiell an allen Stellen des Körpers auftreten. Andere häufige Lokalisationen sind beispielsweise ZNS, Mediastinum, Eingeweide oder das Steißbein. Man vermutet, dass Teratome aus versprengten Keimzellen entstehen, die während der Embryonalentwicklung an einen falschen Ort gelangen. Aber auch die Entstehung durch spätere Verschleppung, durch Operation oder Trauma, ist nicht ausgeschlossen.

3 Histologie

Teratome zählen zu den Keimzelltumoren. Man unterscheidet reife und unreife Teratome, wobei der Reifegrad mit der Dignität korreliert. Reife Teratome enthalten differenziertes Gewebe, wie z.B. Haut, Haare, Zähne, Muskel- und Nervengewebe. Selten können Teratome komplexe Gebilde wie Augen, Hände, Füße oder andere Gliedmaßen und Organe enthalten. Teratome sind meist zystisch abgekapselt, wobei die Wand der Zyste epithelartig ausgekleidet ist. Es gibt jedoch auch völlig solide Teratome oder solche, die sowohl zystische als auch solide Anteile aufweisen.

Teratome der Frau, z.B. des Eierstocks, sind meist gut differenziert und benigne. Nur 3% der Teratome bei Frauen sind maligne, wohingegen beim Mann, z.B. Teratome des Hodens, die auch als Teratokarzinome bezeichnet werden, meist undifferenziert und maligne sind.

Es gibt Teratome, die aus mehreren Geweben bestehen, aber auch monodermale Teratome, wie z.B. die Dermoidzyste. Eine weitere Sonderform des Teratoms stellt das so genannte fetiforme Teratom dar. Hierbei ähnelt das Teratom einem missgebildetem Fötus, das Gewebe ist sehr gut differenziert. Strittig ist hierbei, ob beschriebene Fälle von Inclusio fetalis ebenfalls auf fetiforme Teratome zurückgehen, oder ob hierbei tatsächlich eine Verwachsung von zwei Föten im Mutterleib stattgefunden hat.

3.1 Klassifikation

Grad  % unreifer Zellen Einteilung
0 0% reif, benigne
1 1-10% reif, wahrscheinlich benigne
2 10-50% unreif, möglicherweise maligne
3 >50% unreif, maligne

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