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Schilddrüse

Synonym: Thyroidea, Glandula thyreoidea, Glandula thyroidea
Englisch: thyroid, thyroid gland

Inhaltsverzeichnis

1 Definition [bearbeiten]

Die Schilddrüse ist eine wichtige Hormondrüse des menschlichen Körpers. Sie produziert die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3), Thyroxin (T4) und Calcitonin.

2 Embryologie [bearbeiten]

Entwicklungsgeschichtlich geht die Schilddrüse aus dem Epithel eines Kiemenbogens hervor. Sie steht zu Beginn der Entwicklung über den Ductus thyreoglossus noch mit dem Mundboden in Verbindung und nimmt nach ihrem Deszensus ihre engültige Position kaudal und ventral des Schildknorpels vor der Luftröhre (Trachea) ein.

3 Anatomie [bearbeiten]

3.1 Morphologie [bearbeiten]

Anatomisch setzt sich die Schilddrüse aus zwei Lappen zusammen, die über eine schmale Gewebebrücke (Isthmus glandulae thyroideae) in Verbindung stehen. Als entwicklungsgeschichtliches Relikt geht bei etwa 30% der Bevölkerung ein zusätzlicher Lobus pyramidalis vom Isthmus ab. Die beiden Lappen bezeichnet man als

  • Lobus dexter (glandulae thyroideae) und
  • Lobus sinister (glandulae thyroideae)

Sie befinden sich beidseits unmittelbar ventral und lateral der Trachea. Jeder Schilddrüsenlappen hat etwa die Dimension einer größeren Olive. Das mittlere Gesamtvolumen der Schilddrüse beträgt bei Frauen etwa 18 ml, bei Männern bis zu 25 ml.

3.2 Blutversorgung [bearbeiten]

Der obere Anteil der Schilddrüse wird durch die Arteria thyroidea superior, der untere Teil durch die Arteria thyroidea inferior versorgt. Beide Gefäße bilden untereinander zahlreiche Anastomosen. Bei etwa 5 % aller Menschen kommt zusätzlich noch eine Versorgung durch die Arteria thyroidea ima in Frage, einen direkten Ast des Truncus brachiocephalicus.

3.3 Innervation [bearbeiten]

Die Innervation der Schilddrüse erfolgt durch Nervenfasern des vegetativen Nervensystems. Die sympathischen Fasern stammen aus dem Ganglion cervicale superius. Die parasympathische Versorgung erfolgt über die Rami laryngei des Nervus vagus (Nervus X).

4 Aufgabe [bearbeiten]

Die Schilddrüse produziert die Schilddrüsenhormone. Die Schilddrüsenhormone (Trijodthyronin T3 und Thyroxin T4) sind jodhaltig. Sie wirken in fast allen Körperzellen und regen dort den Energiestoffwechsel an.

Die Schilddrüse selbst wird im Sinne eines Regelkreises durch das Hypothalamushormon TRH (TSH-Releasing-Hormon) und das aus der Hypophyse stammende TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) in ihrer Funktion reguliert (Thyreotroper Regelkreis).

5 Schilddrüsendiagnostik [bearbeiten]

6 Krankheiten der Schilddrüse [bearbeiten]

Die Vergrößerung der Schilddrüse, medizinisch Struma ("Kropf"), könnte durch eine adäquate Jodversorgung der Bevölkerung vermieden werden. In Ländern, die eine Trinkwasserjodierung durchführen, wie die Schweiz und Schweden, gibt es eine geringere Inzidenz an Schilddrüsenerkrankungen. Dabei sind vom Jodmangel insbesondere Frauen betroffen.

Die genannten Erkrankungen können mit jeweils unterschiedlichen Funktionszuständen des thyreotropen Regelkreises einhergehen.


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Okan Ekinci schreibt seit dem 22.11.2005 im Flexikon, hat bereits 78 neue Artikel publiziert und 104 Artikeldetails verbessert.

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