Regelkreis
Englisch: feedback control
Inhaltsverzeichnis |
1 Definition [bearbeiten]
Als Regelkreis bezeichnet man ein Wirkungsgefüge, das aus einem Steuerungsprozeß mit eingeschalteter Gegenkoppelung besteht. Regelkreise erlauben auf diese Weise, dass lebenswichtige Größen der Körperfunktionen (z. B. die Osmolalität, der pH-Wert und die Sauerstoffspannung des Blutes, der Spiegel von Hormonen oder die Körpertemperatur) konstant oder in einem zuträglichen Bereich bleiben.
2 Beispiel [bearbeiten]
Beispiel eines linearen Regelkreises 0. Ordnung mit Störgröße:
e(t) = x(t) - yR(t)
yS(t) = V1 e(t) = V1 [x(t) - yR(t)]
y(t) = yS(t) + z(t) = V1 [x(t) - yR(t)] + z(t)
yR(t) = V2 y(t)
y(t) = V1 x(t) - V1 V2 y(t) + z(t)
y = [V1 x + z] / [1 + V1 V2]
x: Sollwert, e: Regelabweichung, y: Regelgröße, yS: Stellgröße (Stellwert), yR: Istwert, z: Störgröße, V1: Verstärkungsfaktor des direkten Zweiges, V2: Verstärkungsfaktor des Rückführungszweiges.
3 Physiologie [bearbeiten]
Regelkreise haben vielfältige lebenswichtige Aufgaben im Organismus. Beispiele sind:
- die Osmoregulation
- der corticotrope Regelkreis
- die gonadotropen Regelkreise
- die Homöostase des Blutzuckerspiegels
- die Regelung des Blutdrucks
- die Regulation der Atmung
- der thyreotrope Regelkreis
4 Hintergrund [bearbeiten]
Die physiologische Systemtheorie, ein Teilgebiet der medizinischen Kybernetik befasst sich mit der mathematischen Beschreibung und Analyse von Regelkreisen und anderen Wirkungsgefügen.
5 Externer Verweis [bearbeiten]
Tags: Hormon, Kybernetik, Regulation
Fachgebiete: Biologie, Endokrinologie u. Diabetologie, Physiologie
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