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Ord-Thyreoiditis

nach William M. Ord (1834-1902)
Synonyme: Autoimmunthyreopathie Typ 1B, Autoimmunthyreopathie Typ 2B, Atrophische Thyreoiditis
Englisch: Ord's disease, Ord-thyroiditis, Ord thyroiditis, Ord's thyroiditis

1 Definition

Bei der Ord-Thyreoiditis handelt es sich um eine T-Zell-vermittelte Autoimmunthyreopathie, die mit einer Verkleinerung der Schilddrüse und meist einer Hypothyreose vergesellschaftet ist. Das Krankheitsbild wurde erstmals im Jahre 1877 beschrieben.

2 Ätiologie und Pathogenese

Ursächlich ist eine zytotoxische Wirkung von T-Lymphozyten gegen Schilddrüsengewebe. Dadurch kommt es zu einer chronischen Entzündung und einer Beeinträchtigung der Schilddrüsenfunktion. Als Nebeneffekt werden mikrosomale Antikörper gegen die Schilddrüsenperoxidase (Anti-TPO, MAK) sowie Antikörper gegen Thyreoglobulin (Anti-Tg) und Pendrin gebildet. Im Gegensatz zur Hashimoto-Thyreoiditis bildet sich keine Struma, was möglicherweise durch eine andere HLA-Verteilung bedingt ist.

3 Einteilung

  • Autoimmunthyreopathie Typ 1B: Euthyreote Stoffwechsellage
  • Autoimmunthyreopathie Typ 2B: Hypothyreose

4 Diagnostik

Diagnostische Kriterien für eine Ord-Thyreoiditis sind:

  • kleine, sonographisch echoarme Schilddrüse
  • Hypothyreose (nicht obligat)
  • Positive Tg-AK und Anti-TPO

Im Gegensatz zur Hashimoto-Thyreoiditis ist bei der Ord-Thyreoiditis die Schilddrüse verkleinert.

5 Therapie

Die Therapie einer Hypothyreose im Rahmen einer Ord-Thyreoiditis besteht in der Substitution von L-Thyroxin.

6 Prognose

Eine Ord-Thyreoiditis heilt nicht aus, die T4-Substitution muss lebenslänglich erfolgen. Gelegentlich kann es zur Ausbildung zervikaler Lymphome kommen, weshalb in regelmäßigen Abständen Schilddrüsen-Sonographien erforderlich sind.

7 Literatur

Davies, T. F. (2003), Ord-Hashimoto's Disease: Renaming an Common Disorder - Again. Thyroid 13 (4) 317

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