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Malignes neuroleptisches Syndrom

Synonyme: malignes Neuroleptika-Syndrom, MNS
Englisch: neuroleptic malignant syndrome

1 Definition

Das maligne neuroleptische Syndrom ist ein seltenes, aber lebensbedrohliches Krankheitsbild, das durch Dopaminantagonisten (vor allem Neuroleptika), Lithium oder trizyklische Antidepressiva ausgelöst wird. Es tritt bei hoher Dosierung oder schneller Aufdosierung der genannten Medikamente meist in den ersten 4 Wochen nach Therapiebeginn bzw. -umstellung auf.

2 Auslösende Medikamente

3 Risikofaktoren

  • Malignes neuroleptisches Syndrom in der Vorgeschichte
  • Einnahme hochpotenter Neuroleptika
  • schnelle Dosiserhöhung des Neuroleptikums
  • hohe Dosierung des Medikaments
  • vorbestehende Hirnschädigung
  • Neuroleptikagabe bei Kindern oder Jugendlichen
  • parenterale Applikation des Neuroleptikums

4 Klinik

5 Differentialdiagnose

6 Komplikationen

Eine wichtige Komplikation des malignen neuroleptischen Syndroms ist die Rhabdomyolyse mit Myoglobinurie, die ein akutes Nierenversagen verursacht. Die Hyperthermie kann zu einer Dehydratation führen, die wiederum Phlebothrombosen und eine Lungenembolie auslösen kann. Desweiteren können Krampfanfälle auftreten. Möglicher Endpunkt der Komplikationen ist ein Multiorganversagen.

7 Therapie

Die Primärmaßnahme ist das sofortige Absetzen der verursachenden Neuroleptika. Weitere Maßnahmen umfassen:

8 Prognose

Eine frühzeitige Erkennung der Erkrankung ist besonders wichtig. Es muss intensivmedizinisch behandelt werden. Die Erkrankungsdauer beträgt meist bis zu zehn Tage. Die Letalität liegt bei 5 bis 10%. Da die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens deutlich erhöht ist, sollte der Neubeginn der neuroleptischen Therapie sehr sensibel angegangen werden. Günstiger sind atypische Neuroleptika und möglichst niedrige Dosierungen.

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