Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Akinetische Krise

1 Definition

Die akinetische Krise ist eine seltene, aber lebensbedrohliche Komplikation im Rahmen der Parkinson-Krankheit.

2 Symptome

Die akinetische Krise ist durch eine plötzliche, akute Verschlechterung der motorischen Symptomatik der Parkinson-Krankheit gekennzeichnet (extremer Rigor), die bis zu einer vollständigen Bewegungsunfähigkeit (Akinesie) führen kann. Die betroffenen Patienten können nicht mehr Schlucken (Dysphagie) und Sprechen, eine Hyperthermie ist typisch.

3 Ätiologie

Der genaue Entstehungsmechanismus der akinetischen Krise ist bisher kaum verstanden. Sie tritt überwiegend in einem späten Stadium der Parkinson-Krankheit auf. Bekannte Auslöser sind Veränderung in der Medikation (z.B. plötzliches Absetzen), die Gabe von Neuroleptika, Dehydratation, Operationen und Infektionskrankheiten.

4 Therapie

Die akinetische Krise bedarf einer sofortigen intensivmedizinischen Versorgung. Häufig ist eine Beatmung bzw. Intubation nötig, da die Akinesie zu Atemstörungen führt.
Die medikamentöse Therapie sollte wie folgt erfolgen[1]:

  • intravenöse Gabe von Amantadin: 1–2 × 200 mg (über je 3 Stunden), Maximaldosis: 3 × 200
  • subkutane Injektion von Apomorphin: initiale Dosierung 1–2 mg/h mit einer Steigerung von 0,5–1 mg/h alle 12 Stunden, maximale Rate 10 mg/h
  • Sicherstellung einer ausreichenden L-DOPA-Gabe (über Magensonde)

Außerdem sollte, wenn möglich, der ursächliche Auslöser behandelt werden (z.B. Rehydrierung).

5 Quellen

  1. Leitlinie Parkinson-Syndrome - Diagnostik und Therapie Deutsche Gesellschaft für Neurologie, gültig bis September 2017

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