Das Medizinlexikon zum Medmachen

Summer Break: vom 24.07. bis 12.08.2015 steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Summer Break

Liebe Autoren,

es ist leider wahr: Wir sind einfach an den Strand gefahren, ohne euch Bescheid zu sagen. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 24.07. bis 12.08.2015 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 13. August kann wieder herzhaft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr bald wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Medikamentenanamnese

Abkürzung: MA
Synonym: Arzneimittelanamnese

1 Definition

Die Medikamentenamnese ist der Teil der Anamnese, der erforscht, welche Medikamente der Patient aktuell einnimmt bzw. eingenommen hat (Vormedikation).

2 Hintergrund

Die Medikamentenanamnese spielt bei der Aufklärung von Erkrankungen eine wichtige Rolle, da gerade bei polymorbiden Patienten unklare Beschwerden häufig auf Nebenwirkungen oder die falsche Einnahme von Medikamenten zurückgeführt werden können.

Die Medikamentenanamnese sollte möglichst alle eingenommenen Medikamente erfassen. Ein besonderes Augenmerk ist dabei auf nicht verschreibungspflichtige Präparate zu richten, die der Patient auf eigene Veranlassung hin einnimmt (z.B. Analgetika) oder von Bekannten bzw. Verwandten erhält. Der Untersucher sollte auch berücksichtigen, dass nicht alle Medikamente vom Patienten als solche wahrgenommen werden (z.B. Antikonzeptiva).

Weitere wichtige Aspekte der Medikamentenanamnese sind:

  • "Weglassen" von Medikamenten: Werden die verordneten Medikamente regelmäßig eingenommen?
  • Überdosierung bzw. Unterdosierung von Medikamenten: Nimmt der Patient die verordneten Medikamente in der richtigen Dosis ein?
  • Applikationsweg: Wendet der Patient die Medikamente richtig an?
  • Drogen: Nimmt der Patient zusätzlich Drogen ein?

Die Compliance von Patienten bei der medikamentösen Therapie wird von Ärzten in der Regel überschätzt. Ein gute Medikamentenanamnese kann deshalb dazu beitragen, unnötige Diagnostik zu vermeiden.

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