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Appendizitis

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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von lateinisch: appendix - Anhang
Synonym: Wurmfortsatzentzündung, fälschlich auch "Blinddarmentzündung"
Englisch: appendicitis

1. Definition [bearbeiten]

Unter einer Appendizitis versteht man die Entzündung der Appendix vermiformis (des Wurmfortsatzes).

2. Ursachen [bearbeiten]

Eine Appendizitis kann ausgelöst werden durch:

  • Keime der bereits vorhandenen Darmflora, z.B. bei Verlegung des Darmlumens (Kotsteine, Verwachsungen, etc.)
  • Erreger, die auf dem Blutweg einwandern

3. Einteilung [bearbeiten]

3.1. ...nach Verlauf [bearbeiten]

  • Akute Appendizitis: Schneller Beginn und Verlauf
  • Chronische Appendizitis: Schleichender, teilweise subklinischer Verlauf

Die Bezeichnung "chronische Appendizitis" wird von manchen Autoren als zu unscharf abgelehnt.

3.2. ...nach Entzündungsstadium [bearbeiten]

  • Katarrhalische Appendizitis ist ein nicht destruktives (nicht zerstörendes) reversibles (heilbares) Stadium. Der Wurmfortsatz ist gerötet, geschwollen und schmerzhaft. Es ist noch kein Eiter entstanden und die Entzündung kann in manchen Fällen durch Aufsetzen von Eisbeuteln und Nahrungsentzug zurückgebildet werden
  • Gangränöse Appendizitis
  • Ulzero-phlegmonöse Appendizitis
  • Perforierte Appendizitis: Lebensbedrohliche Komplikation der Appendizitis,

4. Symptome [bearbeiten]

Eine Appendizitis beginnt meist unspezifisch mit:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • diffusen Oberbauchbeschwerden.

Im weiteren Verlauf entsteht das Krankheitsbild des akuten Abdomens mit

Der Verlauf kann jedoch - besonders bei der chronischen Appendizitis - auch unspezifisch bleiben, so dass aus dem klinischen Bild keine eindeutige Diagnose möglich ist.

5. Diagnostik [bearbeiten]

Nach wie vor ist die klinische Untersuchung mit sorgfältger Palpation des Abdomens für die Diagnose der Appendizitis entscheidend, z.B. unter der Nutzung von Score-Systemen (Eskelinen-Score). Die übrige Diagnostik der Appendizitis beinhaltet:

6. Typische Schmerzpunkte [bearbeiten]

Bei der Palpation des Abdomens gibt es eine Reihe von Schmerzpunkten bzw. Palpationszeichen, die typisch für die Appendizitis sind; eine vollständige Übersicht findet sich unter den Appendizitiszeichen.

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7. Differentialdiagnosen [bearbeiten]

Da die Beschwerden bei Appendizitis besonders zu Beginn unspezifisch sind, ist die Differentialdiagnostik sehr komplex, sie bezieht neben den typischen Diagnosen der Gastroenterologie auch gynäkologische, pulmologische und systemische Erkrankungen mit ein. Im Folgenden sind die gängigsten Differentialdiagnosen aufgeführt:

7.1. Gastrointestinale Differentialdiagnosen [bearbeiten]

7.2. Gynäkologische und urologische Differentialdiagnosen [bearbeiten]

7.3. Pulmologische Differentialdiagnosen [bearbeiten]

7.4. Systemische Differentialdiagnosen [bearbeiten]

8. Therapie [bearbeiten]

Die Behandlung der Appendizitis erfolgt meist durch eine Appendektomie, die abhängig von Symptomatik und Verlauf offen (Laparotomie) oder endoskopisch durchgeführt wird.

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