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Thymom

Englisch: thymoma

1 Definition

Thymom ist die Bezeichnung für Tumore des Thymus. Sie machen ca. 15% aller Mediastinaltumoren aus. Etwa drei Viertel der Thymome sind gutartig, lediglich ein Viertel entfällt auf bösartige Krebsgeschwüre. Letztere werden unter der Bezeichnung Thymuskarzinom oder malignes Thymom zusammengefasst.

2 Epidemiologie

Maligne Thymome machen ca. 0,2 bis 1,5 % aller Krebserkrankungen aus, es handelt sich somit um eine sehr seltene Erkrankung. Auch auf die häufigere, gutartige Form entfallen in Deutschland lediglich rund 0,3 Neuerkrankungen auf 100.000 Einwohner. Grundsätzlich können Thymome in jedem Lebensalter auftreten, das häufigste Erkrankungsalter ist aber die Dekade zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Beide Geschlechter sind in etwa gleich häufig betroffen.

3 Ursachen

Für die bösartige Variante sind bisher keine Ursachen bekannt. Ein gutartiges Thymom tritt fast immer in Begleitung einer der folgenden Erkrankungen auf:

4 Symptome

Bis zum Auftreten nennenswerter Symptome vergeht meistens eine lange Zeit. Häufig wird der Tumor entdeckt, ohne bis dahin Beschwerden verursacht zu haben. Zu klinischen Zeichen kommt es i. d. R. erst dann, wenn das Thymom umliegendes Gewebe verdrängt oder infiltriert. Die typische Symptomatik zeigt sich dann durch folgende Beschwerden:

5 Diagnostik

Häufig wird ein Thymom zufällig im Rahmen eines Röntgenthorax diagnostiziert. Durch weiterführende körperliche Untersuchungen - unter besonderer Berücksichtigung der oftmals vorliegenden Grunderkrankung - kann sich der Verdacht auf ein Thymom erhärten. Urin- und Blutuntersuchungen können andere, hormonbedingte Tumore des Brustkorbes ausschließen. Weitere bildgebende Verfahren (MRT, CT) zeigen die genaue Ausdehnung der Raumforderung. Eine Biopsie liefert die endgültige Diagnose.

5.1 Stadieneinteilung des malignen Thymoms

Ein malignes Thymom wird je nach Ausdehnung in verschiedene Stadien eingeteilt:

6 Therapie

Die Therapie richtet sich nach Ausdehnung und Art des Thymoms. Die Behandlung der Wahl ist meistens die chirurgische Resektion. Durch eine präoperative Somatostatin-Gabe lässt sich die Tumormasse verkleinern. Bei malignen Formen oder Rezidiven ist eine anschließende Radiochemotherapie indiziert.

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Fachgebiete: Onkologie, Pathologie

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