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Telomer

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1 Definition

Als Telomere bezeichnet man die nicht kodierenden, einzelsträngigen Enden der Chromosomen. Die Telomere sind Strukturelemente der DNA, die für ihre Stabilität verantwortlich sind. Mit jeder Zellteilung verkürzen sie sich, bis schließlich die kritische Länge von 4kbp unterschritten wird und die Zelle in Apoptose oder Seneszenz übergeht. Das Enzym Telomerase kann diese Verkürzung wieder ausgleichen, jedoch ist es bei mehrzelligen Organismen nur in Keimzellen, Stammzellen, Zellen des Immunsystems und Krebszellen aktiv.

2 Biochemie

Telomere besitzen Nukleotid-Sequenzen mit hohem Guanin- und Thymin-Anteil, die sich einige tausend Male wiederholen. An die Telomerenden bindet der Proteinkomplex Shelterin. Dieser Proteinkomplex reguliert die Länge der Telomere und schützt sie vor DNA-abbauenden Enzymen.[1]

3 Genetik

Die Telomere bestehen aus der sich wiederholenden Basensequenz (TTAGGG)n, wobei die Zahl n der Wiederholungen zwischen 900 und 2.000 befindet. Bei jeder Zellteilung werden die Telomere um 25 - 200 Basenpaare gekürzt. Diese Verkürzung spielt eine wichtige Rolle im Alterungsprozess und in der Entwicklung von Krebs.

4 Quellen

  1. Diotti R, Loayza D.: Shelterin complex and associated factors at human telomeres. In: Nucleus (Austin, Tex.). Band 2, Nummer 2, 2011 Mar-Apr, ISSN 1949-1042, S. 119–135

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Fachgebiete: Biochemie

Diese Seite wurde zuletzt am 24. Februar 2021 um 19:11 Uhr bearbeitet.

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