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Squamous Cell Carcinoma Antigen

von englisch: squamous cell - Plattenepithelzelle
Synonyme: SCC, SCCA
Englisch: squamous cell carcinoma antigen

1. Definition

Squamous Cell Carcinoma Antigen, kurz SCC, ist ein Protein, das erstmals aus den Lebermetastasen eines Zervixkarzinoms isoliert wurde. Es wird als Tumormarker bei Plattenepithelkarzinomen eingesetzt.

2. Biochemie

SCC ist ein Protein mit einem Kohlenhydratanteil von ca. 0,6 % und einem Molekulargewicht von 42 kDA. Es zählt zu der Serpin-Superfamilie und spielt eine Rolle bei Immunreaktionen gegen Tumorzellen und bei der Amöbiasis.

Man unterscheidet zwei Paraloge:

3. Vorkommen

SCC ist eine von 14 Fraktionen des TA-4-Antigens und kommt somit in normalen, dysplastischen und malignen Plattenepithelgeweben des respiratorischen und gastrointestinalen Systems sowie in großzelligen Zervixkarzinomen vor. Es ist nicht in dysplastischen Mundhöhlenepithelien sowie in schlecht differenzierten Plattenepithelkarzinomen nachweisbar.

4. Labormedizin

Die Bestimmung von SCC kann aus Serum, Plasma, Liquor, Aszites- oder Pleuraflüssigkeit erfolgen.

4.1. Material

Zur Bestimmung des SCC-Spiegels im Blut wird 1 ml Serum benötigt.

4.2. Referenzbereich

Im Normalfall liegt der SCC-Spiegel bei < 5 μg/l.

Der Referenzbereich ist methodenabhängig und sollte dem jeweiligen Befundausdruck entnommen werden.

5. Klinik

SCC dient dem Therapiemonitoring und der Rezidiverkennung von Plattenepithelkarzinomen der Zervix, der Lunge, des Ösophagus sowie von Analkarzinomen und Karzinomen im Kopf-Hals-Bereich. Dabei weist es eine höhere Spezifität im Vergleich zu CYFRA 21-1 auf. Häufig besteht eine Korrelation zwischen dem SCC-Spiegel und dem Tumorstadium. Dabei gehen stark erhöhte Werte meist mit einem schnellen Rezidiv und einer verkürzten Überlebenszeit einher. Da die biologische Halbwertszeit des SCC bei 1 Tag liegt, fällt der Serumspiegel nach erfolgreicher Tumorresektion innerhalb von 2 Tagen in den Referenzbereich ab, bei Residualtumoren sinkt der Spiegel nur gering.

Bei benignen Erkrankungen dieser Organe, hepatobiliären und dermatologischen Krankheitsbildern (Psoriasis, Ekzeme, Pemphigus) können die SCC-Konzentrationen ebenfalls erhöht sein. Da die Elimination von SCC v.a. renal erfolgt, kann eine Niereninsuffizienz zu erhöhten SCC-Werten führen. SCC kommt in Schweiß, Speichel und anderen Körperflüssigkeiten vor, sodass eine Kontamination bei der Pipettierung vermieden werden muss.

6. Literatur

  • Laborlexikon.de; abgerufen am 27.04.2021

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