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Sklerotherapie nach Linser

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  • Die Risiken der Methode sind nicht objektiv dargestellt

1 Definition

Die Sklerotherapie nach Linser ist eine Sklerosierungstherapie zur Verödung von Varizen bei Varikosis. Durch eine stark osmotisch wirkende 27%ige Kochsalzlösung wird die Gefäßinnenhaut aufgelöst und das Gefäß verklebt (sklerosiert).

2 Hintergrund

Bereits 1911 führte Prof Dr. Linser, der an der Universität Tübingen lehrte, Untersuchungen mit konzentrierter Kochsalzlösung durch. Er verödete Krampfadern durch Injektionen mit gesättigter Kochsalzlösung und soll dadurch bessere Resultate erzielt haben, als mit anderen Methoden.

3 Vorteile

Die Sklerotherapie nach Linser wird ambulant durchgeführt. Dabei injiziert man konzentrierte Kochsalzlösung (27%) in die betroffene Vene. Die Gefäßinnenhaut löst sich auf und das Gefäß verklebt. Auch Besenreiser können mit einer abgewandelten Rezeptur der Kochsalzlösung verödet werden.

4 Durchführung

Die Krampfadern sollten eine bestimmte Größe haben. Ausgedehnte Varizen sind für diese Methode am besten geeignet. Die meisten Patienten verspüren unmittelbar nach der Injektion für 1-2 Minuten einen Krampf oder ein Ziehen im Verlauf der Krampfader.

Als Dosis für diese Behandlung haben sich 5 bis 10 ml Kochsalzlösung bewährt. Die notwendige Zahl der Injektionen lassen sich nicht vorhersagen. Sie sind abhängig von der Menge der Krampfadern.

Nicht selten werden Varizen vom Knöchel bis in die Leiste mit einer Injektion von 3-5 ml verödet, weil sich bei den betreffenden Patienten sofort ein Krampf zeigte und die Injektion deshalb unterbrochen wurde.

Der Patient kann anschließend wieder seiner Arbeit nachgehen. In den ersten Tagen kann im Verlauf der verödeten Gefäß ein leichter Druckschmerz auftreten. Auch Rötungen kommen vor, Allergien wurden aber nicht beobachtet.

Die Anzeichen einer vollständigen Verödung zeigt sich daran, dass sich die Krampfader beim Stehen nicht mehr füllt und nach ein bis zwei Tagen als harter Strang unter der Haut spürbar wird. In den folgenden 6 bis 8 Monaten löst sich das verödete Gefäß nach und nach auf.

5 Risiken

Wie bei anderen Sklerosierungsverfahren besteht das Risiko von Hautnekrosen im Bereich des verödeten Vene. Darüber hinaus kann es zur Thrombophlebitis verbundener Gefäße kommen.

Im Gegensatz zu operativen Maßnahmen besteht kein Narkoserisiko. Es gibt kein Risiko von Nervenverletzungen mit Taubheitsgefühl oder Kribbelgefühl und es besteht kein Risiko von Lymphgefäßverletzungen mit langfristiger Ödem- und Spannungsneigung in Bein und Fuß. Oft werden bei dieser Methode nicht nur die Hauptäste der Krampfader - wie bei der Operation, sondern das gesamte Quellgebiet der Krampfader, also auch kleiner Seitenäste verödet. Somit wird das Risiko einer Neubildung deutlich reduziert.

6 Nachbehandlung

Das betroffene Bein braucht nicht – wie nach einer Operation – jeden Tag einen Monat lang gewickelt werden. Auch Stützstrümpfe sind nicht notwendig. Ebenso sind Blutergüsse und Schmerzen deutlich reduziert.

Da die Behandlung ambulant durchgeführt wird und die Mobilität nicht eingeschränkt ist, werden mit dieser Methode auch wesentliche Kosten (Krankenhausaufenthalt, Operation etc.) gespart.

Fachgebiete: Gefäßchirurgie

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