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Simeticon

Handelsnamen: Antiflat, Endo-Paractol, Flatulex, Elugan, Aero-OM, Uluxan, Lefax, Espumisan, Sab simplex, Lefaxin, Imogas, Enzym-Lefax, Imodium akut complex/ plus, Rennie Deflatin, Helopanflat, Andursil
Synonyme: Simeticonum, Dimeticon-Siliciumdioxid, α-(Trimethylsilyl)-ω-methylpoly[oxy(dimethylsilylen)]
Englisch: Simethicone

1 Definition

Simeticon ist ein Arzneimittel aus der Wirkstoffklasse der Carminativa. Es wird bei Blähungen, Schmerzen im Bauchraum und Völlegefühl eingesetzt. Als Antidot ist es ebenfalls wirksam bei Vergiftungen mit Tensiden. Hier wirkt es einer übermäßigen Schaumbildung entgegen.

2 Chemie

Der Wirkstoff besitzt die chemische Summenformel:

  • (C2H6OSi)n • (SiO2)m

Es handelt sich um eine organische Verbindung ohne aromatischen Anteil. Bei Zimmertemperatur liegt Simeticon als etwas viskose, grauweiße Flüssigkeit vor. In Methanol und Wasser ist der Wirkstoff komplett unlöslich, ebenso in Ethanol. Eine gewisse Löslichkeit besteht mit Toluol, Dichlormethan, Ethylacetat und 2-Butanon.

3 Anwendungsgebiete

4 Anwendung

Simeticon wird oral entweder in Form von Filmtabletten oder Tropfen verabreicht.

5 Wirkungsmechanismus

Ursache der durch Simeticon behandelten Beschwerden sind meistens Ansammlungen von Gas im Gastrointestinaltrakt. Diese können beispielsweise durch Verdauungsstörungen oder schwer verdaubare Lebensmittel hervorgerufen werden. Das Gas stellt sich als zähflüssiger Schaum dar, der ein physiologisches Entweichen über die Darmwand behindert. Simeticon sorgt für eine Abnahme der Oberflächenspannung der Gasblasen. Als Folge zerfallen diese.

6 Nebenwirkungen

Bisher konnten keine nennenswerten Nebenwirkungen beobachtet werden.

7 Kontraindikationen

8 Wechselwirkungen

Wechselwirkungen wurden nur extrem selten beobachtet. Sie erklären sich aus der die Oberflächenspannung reduzierenden Wirkung von Simeticon. Die gleichzeitige Aufnahme von Simeticon mit folgenden Arzneimitteln sollte gemieden werden:

9 Schwangerschaft und Stillzeit

Eine Einnahme von Simeticon während der Schwangerschaft und Stillzeit ist bedenkenlos, sofern die Medikation eine Dauer von drei Tagen nicht überschreitet.

Fachgebiete: Arzneimittel

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