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Sauerstofflangzeittherapie

Synonym: Sauerstoff-Langzeittherapie
Englisch: long-term oxygen therapy, LTOT, LOT

1 Definition

Unter der Sauerstofflangzeittherapie ist ein Behandlungsverfahren zu verstehen, in dessen Rahmen dem Patienten über einen längeren Zeitraum hinweg Sauerstoff hinzugeführt wird. Zur Anwendung kommt diese Methode bei sämtlichen Erkrankungen, die mit einem Sauerstoffmangel (Hypoxie) im arteriellen Blut zusammenhängen. Oftmals kann mit der Sauerstofflangzeittherapie eine erhebliche Steigerung der Lebensqualität des Patienten erreicht werden. Auch eine lebensverlängernde Wirkung wurde häufig beobachtet.

2 Gründe für eine Hypoxie/Hypoxämie

3 Pathologie

Als Folge einer chronischen Hypoxie kann es zu zahlreichen gesundheitlichen Folgen kommen. Sichtbare Anzeichen sind v. a. die extrem geringe Belastbarkeit des Patienten mit deutlich verminderter Leistungsfähigkeit und signifikant schneller Ermüdung. Häufig können zyanotische Verfärbungen im Bereich der Lippen oder der Finger sichtbar sein. Kompensatorisch kommt es häufig zu einer Hypertonie des Lungenkreislaufes mit Verdickung der Lungengefäße (Zunahme an Bindegewebe). Dies bewirkt eine weitere Erschwerung der alveolären Sauerstoffaufnahme. Des Weiteren steigt der Hämatokrit stark an, was zu einer Erhöhung der Viskosität des Blutes führt.

4 Anwendung

Eine Sauerstofflangzeittherapie ist angezeigt, wenn der Sauerstoffpartialdruck über einen längeren Zeitraum wiederholt den Wert von 55 mmHG unterschreitet.

5 Durchführung

  • Sauerstoffkonzentrator: Elektrisches Gerät saugt die Umgebungsluft an und konzentriert den enthaltenen Sauerstoff, ehe der Patient diesen dann über ein spezielles Mundstück einatmen kann
  • Druckgasflasche: Eine komplette Gasflasche mit flüssigem Sauerstoff wird mit einem Schlauch und einem Mundstück verbunden, über das der Patient den bei Austritt sofort gasförmig gewordenen Sauerstoff einatmen kann.
  • Flüssigsauerstoffsystem: Hier wird der Sauerstoff bei rund -180 °C in einem Tank aufbewahrt, über das der Patient ihn inhalieren kann. Auch kleine, tragbare Geräte existieren nach dieser Technik.

6 Wirkung

  • Erhöhung des Sauerstoffgehaltes im arteriellen Blut
  • Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Patienten
  • Absenkung des pulmonalen Blutdruckes und gegebenenfalls Zurückbildung der Gefäßhypertrophie
  • Erniedrigung der Viskosität des Blutes durch Absinken des Hämatokrits

7 Nebenwirkungen

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