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ST-Hebung

(Weitergeleitet von ST-Elevation)

Synonyme: ST-Elevation, ST-Streckenhebung
Englisch: ST elevation

1 Definition

Als ST-Hebung bezeichnet man eine Anhebung der ST-Strecke im EKG über die isoelektrische Linie. Sie zählt zu den EKG-Infarktzeichen.

2 Schwellenwert

Für eine ST-Hebung gibt es keinen festen diagnostischen Schwellenwert. ST-Hebungen < 0,1 mV sind i.d.R. als unspezifisch zu werten. Umgekehrt liegt eine signifikante ST-Hebung ab einer Höhe von ≥ 0,1 mV am J-Punkt vor. In den Brustwandableitungen V3 und V4 können ST-Hebungen ≤ 0,25 mV physiologisch sein. Maßgeblich ist dabei immer die klinische Symptomatik.

3 Einteilung

Man unterscheidet nach ihrer Verlaufsrichtung drei Formen von ST-Strecken-Hebungen:

Ebenfalls geläufig ist die Unterteilung in konvexe und konkave ST-Hebungen:

4 Interpretation

Die Hebung der ST-Strecke kann u.a. auf folgende Erkrankungen hinweisen:

Zu einer scheinbaren ST-Hebung kommt es bei Hyperkalzämie und Vagotonie. Die ST-Hebung kann auch als Normvariante in rechtspräkordialen Brustwandableitungen vorkommen.

5 Myokardinfarkt

Bei einem STEMI finden sich ST-Hebungen ≥ 0,1 mV in mindestens 2 benachbarten Ableitungen, also in Ableitungen, die einem Versorgungsgebiet entsprechen. Dazu zählen die benachbarten Ableitungen V1–6 für die Vorderwand, II, III und aVF für die Hinterwand sowie I und aVL für die Seitenwand des linken Ventrikels. Für die Ableitungen V2 und V3 gelten abweichende Grenzwerte:

  • Männer < 40 Jahren: ST-Hebungen ≥ 0,25 mV
  • Männer ≥ 40 Jahren: ST-Hebungen ≥ 0,2 mV
  • Frauen: ST-Hebungen ≥ 0,15 mV

Liegt ein Linksschenkelblock vor, können ST-Hebungen maskiert sein. Bei klinischem Verdacht helfen in diesem Fall die Sgarbossa-Kriterien: Ein STEMI kann diagnostiziert werden, wenn eines der folgenden Kriterien vorliegt:

Hinweis: Das Fehlen einer ST-Hebung schließt einen Herzinfarkt nicht aus (NSTEMI).

Fachgebiete: Kardiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 26. Februar 2021 um 10:26 Uhr bearbeitet.

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