Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Indocyaningrün

Handelsname: ICG-Pulsion
Synonym: 1,7-Bis[1,1-dimethyl-3-(4-sulfobutyl)- 1H-benz[e]indol-2-yl]heptamethinium- betain Natriumsalz
Englisch: indocyanine green

1 Definition

Indocyaningrün (ICG) ist eine fluoreszierende, farbige Verbindung, die in der Humanmedizin im Rahmen zahlreicher diagnostischer Verfahren angewendet wird. Intravenös verabreicht wird der Farbstoff sowohl in der Augenheilkunde, als auch bei zahlreichen Untersuchungen der Inneren Medizin verwendet.

2 Chemie

ICG besitzt die chemische Summenformel

  • C43H47N2NaO6S2

und weist eine sehr gute Löslichkeit in Wasser, Methanol und einigen anderen unpolaren Lösungsmitteln auf. Bei Zimmertemperatur liegt es in festem Aggregatzustand (Pulver) vor und das gesamte Molekül besitzt insgesamt 4 Benzolringe.

3 Geschichte

Bereits im Zweiten Weltkrieg war die fluoreszierende Wirkung von ICG bekannt, weswegen es als Färbemittel für die Fotografie verwendet wurde. Seine große Bedeutung für die medizinische Diagnostik wurde erst Ende der 1950er Jahr bekannt. Der erste Test diesbezüglich fand 1957 in der US-amerikanischen Mayo Clinic statt. Die Zulassung erfolgte kurze Zeit später im Jahr 1959 und der erste Verwendungszweck war die Diagnose von Lebererkrankungen. In den 1960er Jahren kamen als Indikationen dann die Untersuchung des renalen Blutflusses und der Durchblutung des Augenhintergrundes hinzu.

4 Anwendung

Intravenöse Injektion.

5 Anwendungsgebiete

5.1 Augenheilkunde

5.2 Innere Medizin

5.3 Chirurgie

6 Eigenschaften

Das Absorptionsspektrum von ICG liegt im Bereich unmittelbar nahe dem Infrarot. Dabei schwankt das Spektrum je nach Konzentration des injizierten Kontrastmittels. Zusammenfassend ist das größte Absorptionsspektrum von ICG im Bereich von 600 nm bis 900 nm zu finden. Die emittierte Fluoreszenz liegt bei 750 nm bis 950 nm. Fluoreszenzmaximum liegt im Blut bei rund 830 nm.

7 Nebenwirkungen

Prinzipiell ist ICG recht nebenwirkungsarm. Es kann dennoch in seltenen Fällen zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

Tags: ,

Fachgebiete: Diagnostik

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

2 Wertungen (2.5 ø)

5.594 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2018 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: