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Entwicklung des Nervensystems

1 Definition

Die Entwicklung des Nervensystems ist ein Teil der Embryonalentwicklung. Sie besteht aus drei Schritten: Neuralinduktion, Neurulation und Bläschenformation.

2 Neuralinduktion

Der Embryo besteht aus drei Keimblättern: Ektoderm, Mesoderm und Endoderm. Durch den Reiz des Mesoderms und der Chorda dorsalis entwickelt sich in der 3. Entwicklungswoche aus dem Ektoderm das Neuroektoderm bzw. später die Neuralplatte. Die Induktion erfolgt durch Faktoren wie Chordin und Noggin, die vom Chordafortsatz sezerniert werden.

3 Neurulation

Am 18. Tag vertieft sich die Neuralplatte zu einer Neuralrinne und bildet schließlich das Neuralrohr. Des Weiteren bildet sich aus der Neuralplatte die Neuralleiste. Sie liefert das Material für die Ganglienzellen, Zellen des Nebennierenmarks, einige Gliazelltypen des ZNS und Schwann-Zellen.

Aus dem vorderen Teil des Neuralrohrs entwickelt sich das Gehirn und aus dem hinteren Teil das Rückenmark. Die Hirnventrikel biden sich aus dem Hohlraum des Neuralrohrs. Zunächst ist das Neuralrohr vorne (Neuroporus anterior bzw. rostralis) sowie hinten (Neuroporus posterior bzw. caudalis) geöffnet. Der Neuroporus rostralis schließt sich am 25. Entwicklungstag, der Neuroporus caudalis am 27. Entwicklungstag.

4 Bläschenformation

Nach dem sich das Neuralrohr geschlossen hat, bilden sich die Hirnbläschen. Hier lassen sich 3-Bläschenstadium und 5-Bläschenstadium unterscheiden:

Im adulten Stadium formen die Hirnbläschen folgende Strukturen:

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