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Neurulation

1 Definition

Der Begriff Neurulation bezeichnet die Bildung des Neuralrohrs beim Embryo. Mit diesem Prozess beginnt bei allen Wirbeltieren die Manifestation des zentralen Nervensystems.

2 Ablauf

Während der frühen Neurulation beginnt sich das dorsale Mesoderm einzustülpen und bildet das Notochord. Es beeinflusst durch Botenstoffe die Interaktionen der angrenzenden Ektodermzellen ("community effect").

Der dorsale Teil des Notochords sezerniert BMP-4 (bone morphogenetic protein), was die Induktion der Neurulation vorerst hemmt. Wandert nun der Hensen-Knoten als Organisationszentrum entlang des Primitivstreifens des Ektoderms, sezerniert er BMP-4 inhibierende Faktoren (Noggin, Chordin, DKKs), wodurch die Neurulation induziert wird.

Das über dem Notochord liegende Ektoderm flacht ab und wird zur Neuralplatte. Die Ränder der Neuralplatte beginnen sich zu falten, so dass sich eine parallel zum Notochord verlaufende Rinne bildet, welche sich immer weiter vertieft bis die aufeinander zustrebenden Ränder an der Mittellinie zusammentreffen. Durch die Verschmelzung bildet sich das Neuralrohr. Dessen Vorderende (Neuroporus anterior) weist Ausbuchtungen auf, die später zu den Hauptabschnitten des Gehirns werden, während das übrige Neuralrohr das spätere Rückenmark bildet.

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