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Duodenum (Schwein)

Synonym: Zwölffingerdarm
Englisch: duodenum

1 Definition

Als Duodenum bezeichnet man beim Schwein den ersten Abschnitt des Dünndarms.

2 Anatomie

Das Duodenum beim Schwein entspringt rechts im Bereich des 11. bzw. 10. oder 12. Interkostalraums aus dem Pylorus des Magens. Es ist durchschnittlich 0,7 bis 0,95 m lang.

2.1 Abschnitte

Am Duodenum der Schweine können folgende Abschnitte unterschieden werden:

  • Pars cranialis duodeni: steigt an der Viszeralfläche der Leber nach kaudodorsal auf und bildet kranial der rechten Niere eine horizontale S-förmige Krümmung
  • Flexura duodeni cranialis: nach kaudal abbiegende Krümmung, die den Übergang zwischen Pars cranialis und Pars descendens duodeni markiert
  • Pars descendens duodeni: ist an einem etwa 60 bis 100 mm langen Gekröse befestigt und verläuft ventral der rechten Niere nach kaudal
  • Flexura duodeni caudalis: nach links verlaufende Abbiegung zwischen Pars descendens und Pars transversa duodeni
  • Pars transversa duodeni: kurzer und transversal ziehender Abschnitt, der anschließend nach kranial umbiegt
  • Pars ascendens duodeni: nach links-dorsal aufsteigender Abschnitt, der dicht neben der Medianebene das Colon descendens begleitet; ist mittels Plica duodenocolica befestigt und in situ mit der Basis des Kolonkegel verklebt
  • Flexura duodenojejunalis: Übergang zwischen Duodenum und Jejunum auf Höhe der Arteria mesenterica cranialis; ist dem Colon transversum anliegend

Das Duodenum nimmt etwa 20 bis 50 mm nach seinem Abgang aus dem Magen den Ductus choledochus auf, der selbständig auf der kleinen Papilla duodeni major mündet. Ungefähr 120 bis 200 mm von dieser Stelle entfernt befindet sich die Papilla duodeni minor, auf welcher der Ductus pancreaticus accessorius mündet.

2.2 Gefäßversorgung

Die arterielle Versorgung des Duodenums wird über Äste der Arteria coeliaca sowie Arteria mesenterica cranialis gewährleistet. Die venöse Drainage erfolgt über gleichnamige Venen, die in die Vena portae einfließen.

Die Lymphe des Duodenums fließt in die Lymphknoten des Lymphocentrum coeliacum ab.

2.3 Innervation

Das Duodenum wird über das vegetative Nervensystem innerviert. Der sympathische Reiz entstammt dem Plexus mesentericus cranialis sowie caudalis inkl. der gleichnamigen Ganglien. Die parasympathische Versorgung wird über den Bauchteil des Nervus vagus erledigt.

3 Histologie

Der histologische Aufbau des Duodenums gleicht jenem der restlichen Darmabschnitten:

4 Literatur

  • Nickel, Richard, August Schummer, Eugen Seiferle. Band II: Eingeweide. Lehrbuch der Anatomie der Haustiere. Parey, 2004

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