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Cooperia

Englisch: cooperia

1 Definition

Als Cooperia bezeichnet man eine Gattung von Parasiten innerhalb der Familie der Trichostrongylidae.

2 Taxonomie

3 Erreger

Cooperia-Arten verursachen - zusammen mit anderen Trichostrongylidae-Gattungen (z.B. Haemonchus sp., Ostertagia spp, Trichostrongylus spp., Nematodirus spp.) - die Trichostrongylidose der Wiederkäuer. Sie besiedeln bevorzugt den Labmagen (und teilweise den Dünndarm) und können zu erheblichen Leistungseinbußen (Rückgang der Milchleistung oder Tageszunahme in der Mast) führen.

Zu den wichtigsten Vertretern zählen Cooperia oncophora, Cooperia surnabada, Cooperia pectinata und Cooperia punctata. Sie parasitieren vorwiegend beim Rind, können aber auch Schafe befallen.

4 Entwicklung

Die externe Entwicklung von Trichostrongylidae-Arten beginnt mit der Ausscheidung von Eiern durch den Wirt. Über weitere Entwicklungsschritte entstehen frei lebende, infektiöse Drittlarven (L3), die wiederum durch neue Wirte aufgenommen werden.

Nachdem ein geeigneter Wirt die Larven peroral aufgenommen hat, beginnt die interne Entwicklung der Parasiten. Dieser Entwicklungsprozess wird maßgeblich durch verschiedene Signale im Pansen und Labmagen beeinflusst. Die bescheidete Larve wird so zur Ausscheidung von Enzymen stimuliert, die zu einer Auflösung der Hülle führen. Durch intensive Bewegungen bricht die Scheide letztendlich auf, sodass die Parasiten im Labmagen frei werden. Nach der Häutung siedeln sich die Parasiten im Zielorgan an und vollziehen ihre restlichen Entwicklungsschritte: Die Larven dringen in die Lieberkühn-Krypten sowie in die Drüsenlumina des Dünndarms ein, ohne dabei die Epithelschicht zu durchbrechen. Anschließend häuten sie sich binnen weniger Tage zur Viertlarve (L4), um sich dann auf der Mukosaoberfläche und in der Mukusschicht anzusiedeln. Dort erlangen sie Geschlechtsreife.

5 Epidemiologie

Trichostrongyliden werden hauptsächlich während des Weidegangs übertragen. Da die externe Phase der Entwicklung maßgeblich durch Temperatur und Feuchtigkeit beeinflusst wird, weist der epidemiologische Verlauf ausgeprägte Saisondynamik auf.

6 Klinik

Cooperia-Arten führen zu Entzündungsreaktionen des Labmagens (Abomasitis) und des Dünndarms (Enteritis), deren Ausprägung vom zeitlichen Ablauf der Infektion, vom Befallsgrad und von der Immunitätslage des Wirtes abhängt.

Es kommt zu subakut bis chronisch-katarrhalischen Entzündungen mit geschwollener, fleckig oder diffus geröteter Schleimhaut mit kleinen Blutungen und Gewebsdefekten (ähnlich wie bei einer Infektion mit Nematodirus-Arten). Im histologischen Schnittbild zeigen sich Zerstörungen des Oberflächenepithels an den Zottenspitzen, Verkürzung der Zotten, Degenerationen des Zottenstromas sowie zellige Infiltrationen, Hyperämie und Ödeme der Lamina propria mucosa sowie Tela submucosa.

Die Veränderungen haben pathophysiologische Störungen zur Folge, die entweder subklinisch bleiben oder sich klinisch als Erkrankung manifestieren.

7 Literatur

  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.

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