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Arachnoidalzyste

Synonym: Subarachnoidalzyste
Englisch: arachnoid cyst, subarachnoid cyst

1 Definition

Als Arachnoidalzyste bezeichnet man eine liquorgefüllte Zyste innerhalb der Arachnoidea, die zumeist nicht mit dem Liquorsystem kommuniziert.

2 Epidemiologie

In einer Querschnittsstudie wurden bei rund 1,7 % aller teilnehmenden Männer Arachnoidalzysten gefunden.[1] Sie machen rund 1 % aller intrazerebralen Raumforderungen aus.

3 Lokalisation und Morphologie

Über die Hälfte aller Arachnoidalzysten finden sich in der mittleren Schädelgrube. Letztendlich können sie aber in allen Teilen der Arachnoidea auftreten. Typischerweise kommunizieren die scharf begrenzten echten Zysten nicht mit dem Liquorsystem. Sie können eine Größe von nur wenigen Millimetern haben, jedoch auch nahezu eine ganze Hemisphäre ausfüllen.[2]

4 Klinik

Arachnoidalzysten sind größtenteils asymptomatisch und werden oft als Zufallsbefund bei radiologischen Schnittbilduntersuchungen des Schädels entdeckt. Bei Größenprogredienz können größere Zysten durch Verlegung von kranialen Strukturen z.B. bei Einengung des Ventrikelsystems einen Hydrozephalus verursachen. Als weitere unspezifische Symptome können Kopfschmerzen, Schwindel sowie Hörstörungen auftreten.

5 Diagnostik

Diagnostisch zeigen sich Arachnoidalzysten in der Computertomographie des Schädels als glatt begrenzte, zystische Strukturen mit liquorisodensem, homogenem Inhalt an der typischen Lokalisation (Bezug zur Arachnoidea). Selten können Arachnoidalzysten auch einbluten, sie stellen sich dann mit hyperdensen Anteilen dar.

6 Differentialdiagnosen

7 Therapie

Asymptomatische Arachnoidalzysten sind benigne und bedürfen keiner therapeutischen Intervention. Kommt es jedoch zu Symptomen, kann eine endoskopische Resektion bzw. Fenestration oder in chronischen Fällen auch die Anlage eines Shunts indiziert sein.

8 Quellen

  1. Weber F et al. Incidental findings in magnetic resonance imaging of the brains of healthy young men, J Neurol Sci. , 2005, PMID 16256141
  2. Osborn et al. Diagnostic Imaging Brain, 2004, ISBN: 0-7216-2905-9

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