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Tuberkulöse Spondylitis

(Weitergeleitet von Wirbeltuberkulose)

Synonyme: Spondylitis tuberculosa, Wirbeltuberkulose

1 Definition

Als tuberkulöse Spondylitis bezeichnet man eine Entzündung eines oder mehrerer Wirbelkörper (Spondylitis) im Rahmen einer Tuberkulose. Sie ist die häufigste Form der Knochentuberkulose.

2 Hintergrund

Die tuberkulöse Spondylitis entsteht als Form der Postprimärtuberkulose im Rahmen einer unbehandelten Lungentuberkulose oder Miliartuberkulose. Die Ausbreitung der Erreger erfolgt hämatogen, selten auch lymphatisch.

3 Symptomatik

Im Spätstadium kann sich eine Pott-Trias mit Gibbus, Abszess und Lähmung ausbilden.

4 Komplikationen

Wichtigste Komplikation ist die Querschnittslähmung durch Kompression des Rückenmarks.

5 Diagnostik

6 Differenzialdiagnosen

  • Wirbelmetastasen: Erhaltene Bandscheiben, meist Fehlen eines spiegelbildlichen Befalls des angrenzenden Wirbels
  • Spondylose: Die Deck- bzw. Bodenplatten sind bis auf evtl. vorhandene Schmorl-Knötchen oder Konturunregelmäßigkeiten intakt. Befund: reparative Sklerosierung, Spondylophyten, keine Verbreiterung der Paravertebralschattens.

7 Therapie

Die Therapie besteht aus medikamentösen und chirurgischen Maßnahmen. Neben der Gabe von Tuberkulostatika erfolgt die chirurgische Herdsanierung mit Ausräumung des infizierten Knochenmaterials und anschließender Einlage eines Knochenspans.

Bei neurologischen Ausfällen besteht eine sofortige Operationindikation.

Diese Seite wurde zuletzt am 18. März 2021 um 20:14 Uhr bearbeitet.

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