Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Tourniquet-Syndrom

von englisch: Tourniquet - Stauschlauch
Synonyme: Postischämie-Syndrom, postischämisches Syndrom

1 Definition

Das Tourniquet-Syndrom ist eine akut lebensbedrohliche Komplikation der therapeutischen Revaskularisation nach länger bestehendem thromboembolischem Gefäßverschluss mittels

2 Pathophysiologie

Eine prolongierte Ischämie (> 6h) verursacht eine Gewebsnekrose (siehe auch: Rhabdomyolyse) mit Bildung und Akkumulation toxischer Substanzen - insbesondere Kalium, Myoglobin und Laktat.

Wird das Gewebe postischämisch reperfundiert, bildet sich im nekrotischen Gewebe aufgrund der gesteigerten Gefäßwandpermeabilität ein Ödem mit Gefahr eines volumenverlustbedingten hypovolämischen Schocks. Durch ödembedingte Gefäßkompression (Kompartmentsyndrom) kann im Sinne eines Circulus vitiosus die Ischämie noch verstärkt werden.

Kalium, Myoglobin und Lactat werden aus dem Gewebe ausgeschwemmt und verursachen:

3 Therapie

Das Tourniquet-Syndrom ist ein akut lebensbedrohlicher Zustand, der eine intensivmedizinische Überwachung erfordert. Regelmäßige BGA-Analysen und Überwachung des Kalium-Spiegels sind obligat.

Die Therapie besteht in einer Volumensubstitution bei forcierter Diurese mittels intravenöser Diuretikagabe (z.B. Furosemid). Eine metabolische Azidose sollte mittels Natriumbicarbonat-Pufferung behandelt werden. Die Therapie der Hyperkaliämie wird unter diesem Begriff besprochen.

Bei ausgedehntem Weichteilödem ist eine entlastende Fasziotomie indiziert.

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