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Terbutalin

Handelsnamen: Bricanyl, Aerodur
Synonyme: Terbutalinum, (RS)-2-tert-Butylamino- 1-(3,5-dihydroxyphenyl) ethanol, DL-2-tert-Butylamino- 1-(3,5-dihydroxyphenyl) ethanol
Englisch: terbutaline

1 Definition

Terbutalin ist ein in der Pneumologie, Notfallmedizin und Gynäkologie eingesetztes Arzneimittel, dessen sympathomimetische Wirkung man sich in der Akutbehandlung von diversen Formen der Atemnot zu Nutze macht. Durch seine entspannende Wirkung auf die glatte Muskulatur wird es weiterhin als Tokolytikum verwendet.

2 Chemie

Das Sympathomimetikum besitzt die chemische Summenformel

  • C12H19NO3

und hat seinen Schmelzpunkt bei etwa 120 – 122 °C. Liegt das Terbutalin als Sulfat vor, erhöht sich sein Schmelzpunkt erheblich. Dieser liegt dann bei Werten um die 247 – 250 °C. Das Arzneimittel besitzt eine chiralen Charakter und enthält ein Stereozentrum, was das Vorhandensein von zwei Stereoisomeren zur Folge hat. Strukturell lassen sich unterscheiden:

  • S-Terbutalin
  • R-Terbutalin

Lediglich die R-Form besitzt eine therapeutische Wirksamkeit. Dennoch stellen die handelsüblichen Präparate ein Gemisch aus beiden Strukturisomeren dar (Verhältnis 50:50).

3 Anwendungsgebiete

4 Anwendung

5 Wirkungsmechanismus

Bei dem Terbutalin handelt es sich um ein hochwirksames [[β2-Mimetikum]]. Es hat somit eine ausgeprägte Wirkung auf sämtliche [[β2-Adrenozeptor]]en. Diese befinden sich in der glatten Muskulatur von Blutgefäßen, dem Uterus und den Bronchien. Die Wirkung auf die [[β1-Rezeptor]]en des Myokards ist relativ gering. Das Terbutalin-Molekül bindet sich fest an die Rezeptoren und bewirkt somit eine Entspannung bzw. Erschlaffung der genannten Strukturen. Im Bereich der Bronchien sinkt durch Anwendung des Arzneistoffes der respiratorische Widerstand und das Einatmen erleichtert sich sofort. Die Entspannung der glatten Muskulatur des Uterus sorgt für eine vorübergehende Verminderung der Wehentätigkeit.

6 Problematik

Die langfristige und häufige Gabe von Terbutalin bewirkt eine Herabregulation der Rezeptordichte, da diese immer seltener ihre eigentliche Aufgabe wahrnehmen. Dadurch verringert sich mit der Zeit die Wirksamkeit des Medikamentes.

7 Nebenwirkungen

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Fachgebiete: Arzneimittel

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