Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Serumkalium

Synonym: Kalium im Serum

1 Definition

Das Serumkalium ist die Konzentration von Kalium im Blutserum. Es gehört zu den Serumelektrolyten.

2 Referenzbereich

Der Referenzbereich der Serumkalium-Konzentration liegt beim Erwachsenen zwischen

  • 3,6 und 5,2 mmol/l.

Die Kaliumkonzentration im Plasma entspricht weitgehend der im Serum, der Wert liegt um ca. 0,1 mmol/l niedriger.

Bei einem erniedrigten Serumkalium-Wert spricht man von einer Hypokaliämie oder Hypokalämie, bei einem erhöhten Wert von einer Hyperkaliämie oder Hyperkalämie.

3 Umrechnung

4 Interpretation

Erhöht bei:

Erniedrigt bei:

5 Präanalytik

Ein artifiziell erhöhtes Serumkalium tritt nach zu langer Lagerung bzw. Transport von Vollblutproben auf. Die Kaliumkonzentration in Erythrozyten ist 25mal höher als im Plasma. Dieser Konzentrationsgradient wird durch eine Natrium-Kalium-Pumpe aufrecht erhalten. Bei Kühlschranktemperatur oder wenn die Glukose in der Blutprobe verbraucht ist, hört diese Funktion auf und das Serumkalium steigt. Auch Hämolyse in vitro, beispielsweise durch Blutentnahme mit zu hohem Sog, führt zu erhöhtem Serumkalium. "Falsch" hohes Serumkalium (es handelt sich nicht um einen Messfehler) ist vermutlich der häufigste präanalytische Fehler. Echte Hyperkaliämien sind seltener. Vollblut sollte für die Kalium-Bestimmung innerhalb von 4 Stunden zentrifugiert und das Serum abgetrennt werden.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

9 Wertungen (4.11 ø)

26.558 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: